Abschluss und Bestände
Working Capital
Forderungen, Verbindlichkeiten und Bank — und der Abgleich zwischen dem, was die Buchhaltung sagt, und dem, was auf dem Konto steht.
Erklärt die Ansicht /bwa/working-capital
in der Anwendung.
Wofür diese Seite da ist
Zwischen „verdient“ und „auf dem Konto“ liegt das Umlaufvermögen: Rechnungen, die noch offen sind, Rechnungen, die noch zu zahlen sind, und der Bestand dazwischen. Diese Seite zeigt beide Seiten nebeneinander — und macht eine Gegenprobe, die sonst niemand macht.
Was du siehst
Oben fünf Kacheln: Forderungen aus L+L, Bankguthaben, Kasse, Verbindlichkeiten aus L+L und Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten. Unter jeder steht, aus wie vielen Konten sie besteht.
Der Bankensaldo-Abgleich. Links, was die Summen- und Saldenliste zum Monatsende sagt. Rechts, was der letzte importierte Kontoauszug sagt. Dazwischen die Differenz.
Das Zahlungsziel (DSO). Forderungen aus L+L geteilt durch Monatsumsatz mal 30 — eine grobe Näherung auf Monatsbasis.
Zwei Gegenproben. Gegen die Umsatzsteuer-Voranmeldung und gegen die Warenwirtschaft. Beide stehen auch dann da, wenn die Quelle fehlt — dann mit dem Satz, was fehlt und wie es hereinkommt.
Woher die Zahlen kommen
Die Bestände aus der Summen- und Saldenliste, der Kontoauszug aus den eingelesenen Bankumsätzen. Das sind zwei unabhängige Quellen für dieselbe Größe — und genau deshalb ist der Vergleich etwas wert.
Die Gegenprobe gegen die Umsatzsteuer-Voranmeldung liest die Voranmeldung aus den Sammel-PDFs der Kanzlei, sofern sie mitgeliefert wird. Die Gegenprobe gegen die Warenwirtschaft braucht eine angebundene Warenwirtschaft.
Was du damit machst
- Die Differenz im Bankabgleich einordnen. Eine Differenz ist normal — die Saldenliste zeigt den Monatsletzten, der Kontoauszug den letzten importierten Tag. Auffällig wird sie, wenn sie größer ist, als die Buchungen dazwischen erklären.
- Das Zahlungsziel im Verlauf beobachten. Ein steigender DSO über drei Monate ist eine Ankündigung, kein Zufall.
- Bei auffälligen Forderungen in die Forderungen wechseln. Dort steht die Fälligkeitsstruktur je Kunde statt eines Durchschnitts.
Fallen
⚠️ Der DSO hier ist eine Näherung, keine Messung. Er teilt einen Bestand durch einen Monatsumsatz. Wer die echte Fälligkeitsstruktur braucht, braucht die Offene-Posten-Liste — die steht unter Forderungen.
⚠️ Kleine Abweichungen bei der Umsatzsteuer sind normal. Umsatzsteuerlich und ertragsteuerlich wird unterschiedlich erfasst: Anzahlungen sind bei Vereinnahmung steuerpflichtig, aber erst bei Leistung ertragswirksam.
⚠️ „1 Konto“ heißt nicht „ein Kunde“. Die Kachel zählt Sachkonten, nicht Personenkonten. Wie sich die Forderungen auf Kunden verteilen, steht nicht hier.
⚠️ Ein fehlender Kontoauszug macht den Abgleich wertlos, nicht falsch. Läuft die Bridge nicht mehr, bleibt der letzte Stand stehen — das Datum daneben ist deshalb wichtiger als die Zahl.
Verwandt
- Forderungen — dieselben Außenstände, nach Alter und Kunde
- Bilanz — dieselben Bestände in der HGB-Gliederung
- Cash-Radar — was daraus für die nächsten Wochen folgt
Zuletzt geändert: 30. August 2026
