Anomalien
Yupana findet die Ausgaben, die still weiterlaufen.
Sechs Detektoren laufen still mit und spülen hoch, was sonst in der Monatssumme verschwindet: Kleinbeträge ohne Besitzer, neue Abbuchungen, Preise in Trippelschritten und Lizenzen ohne Anmeldung.
Mit euren eigenen Zahlen. Alle Module offen. Endet von selbst.
Jeder Detektor ist geprüft, bevor er meldet: 548 Befunde wurden im Schattenbetrieb beurteilt, bevor der erste melden durfte.
Zeile 47 auf dem Auszug
3 € im Monat. Yupana schaut zweimal hin.
Ein kleiner Betrag, ein unbekannter Anbieter, der Beleg offen. Beim Durchsehen geht er zwischen den großen Posten unter.
Zwölf solcher Zeilen ergeben einen vierstelligen Jahresbetrag. Yupana zeigt ihn euch zusammen.
Wo Yupana ansetzt
Große Posten prüft ihr schon. Yupana prüft die kleinen.
Verschwendung sieht selten nach Verschwendung aus. Sie ist regelmäßig, klein und in ihrer Höhe völlig unauffällig. Genau deshalb überlebt sie jeden Kostencheck.
Dazu kommt: Ein Werkzeug, das drei Jahre lang läuft, gilt irgendwann als gesetzt — auch wenn der Kollege, der es wollte, längst woanders arbeitet.
Sechs Detektoren suchen Zombie-Abos, vergessene Trials, stille Preissteigerungen, doppelte Werkzeuge, tote Lizenzen und verpasste Fristen.
Was still mitläuft
Sechs Muster, nach denen Yupana für euch sucht.
-
Zombie-Abos
Kleinbeträge unter 50 € im Monat, die seit mindestens einem halben Jahr laufen und niemandem zuzuordnen sind.
-
Vergessene Trials
Ein Anbieter, der ein halbes Jahr nicht vorkam, bucht plötzlich regelmäßig ab. Meist ein Test, den jemand gestartet und keiner beendet hat.
-
Preisdrift
Eine Zahlung, die seit mindestens drei Monaten läuft, liegt mehr als 15 % über ihrem eigenen Durchschnitt. Fällt einzeln nie auf.
-
Doppelte Werkzeuge
Zwei Anbieter in derselben Kategorie, etwa Wiki, Videokonferenz oder Passwortverwaltung. Manchmal gewollt, oft ein Rest aus zwei Abteilungen.
-
Tote Lizenzen
Microsoft 365 verrät, wer sich seit 30, 60 oder 90 Tagen nicht angemeldet hat. Bei großen Plänen und Copilot-Plätzen wird das schnell dreistellig im Monat.
-
Verpasste Fristen
Ein Vertrag verlängert sich in zwei Wochen automatisch, und niemand hat ihn angesehen. Die Warnung kommt, solange Kündigen noch geht.
Was ein Befund von einer Meldung unterscheidet
Schmerz, Betrag, drei Antworten.
Jede Karte sagt in einem Satz, was das Problem ist, was es im Monat kostet und woran Yupana es festmacht. Daneben liegen die Buchungen, der Beleg und der Vertrag.
Antworten gibt es genau drei: Brauchen wir noch. Kündigen helfen. Ignorieren mit Begründung.
Die Begründung ist Pflicht und landet im Protokoll. So bleibt die Entscheidung stehen, und der Befund ist erledigt.
Der wichtigste Teil dieser Seite
Ein neuer Detektor lernt erst still mit.
Jeder Detektor startet im Schattenbetrieb: Er schreibt seine Befunde mit, und beurteilt wird Fall für Fall, ob er richtig lag — mit Daumen hoch oder runter.
Stimmt die Trefferquote auf echten Daten, wird er scharfgeschaltet. Im Pilotbetrieb sind so 548 Befunde beurteilt worden, bevor der erste einen Menschen erreicht hat.
Der Grund ist simpel: Ein Frühwarnsystem wirkt, wenn man ihm glaubt. Jede Meldung, die kommt, soll sitzen.
Auch in der BWA
Auch die BWA hat ihre Auffälligkeiten.
Weicht eine Kostenart deutlich vom eigenen Mittel ab, entsteht daraus derselbe Kartentyp, mit Aufklappweg bis zur einzelnen Buchung.
Rutscht die Marge einer Produktlinie gegen den Halbjahresschnitt ab, steht das da, bevor es im Jahresabschluss auffällt. Dasselbe gilt für Buchungen ohne passende Zahlung und umgekehrt.
Montagmorgens kommt eine Mail mit den neuen Befunden und dem geschätzten Sparbetrag. Verschickt wird, was schon berechnet ist.
Ihr entscheidet
Hinweise, die euch die Entscheidung lassen.
- Jeder Detektor lässt sich einzeln abschalten. Das Abschalten braucht eine Begründung und steht im Protokoll — als bewusste Entscheidung.
- Yupana bereitet Kündigung und Mail an den Anbieter vor — entscheiden und abschicken tut ihr.
- Ein Befund ist ein Hinweis. Doppelte Werkzeuge sind manchmal genau richtig — dann wird es einmal begründet und ist erledigt.
- Jede Sparschätzung steht mit ihrer Rechengrundlage da.
Häufige Fragen
Was zu den Befunden gefragt wird.
- Wie oft meldet sich Yupana?
- Einmal pro Woche als Zusammenfassung, plus die Liste unter „Zu tun → Hinweise“, wenn du hineinsiehst. So bleibt es eine ruhige Übersicht.
- Was, wenn ein Befund für uns in Ordnung ist?
- Ignorieren mit Begründung. Der Befund verschwindet aus der Ansicht, die Begründung bleibt im Protokoll, und die Sache ist erledigt.
- Woher weiß Yupana, dass eine Lizenz ungenutzt ist?
- Aus Microsoft 365. Dort steht, wann sich ein Konto zuletzt angemeldet hat. Die Schwelle stellt ihr ein, üblich sind 30, 60 oder 90 Tage.
- Findet das auch etwas, wenn wir gut aufgeräumt sind?
- Meistens ja, aber weniger. Am häufigsten sind gekündigte Verträge, die weiter abbuchen, und Lizenzen von Personen, die das Unternehmen verlassen haben.
- Können wir eigene Regeln für Befunde hinterlegen?
- Ja. Schwellen und Fristen sind einstellbar, einzelne Detektoren lassen sich abschalten, und wiederkehrende Zahlungen bekommen alle 90 Tage ohnehin eine Nachfrage.
Der Einstieg
Der erste Durchgang bringt meist sofort etwas ans Licht.
Beim ersten Lauf über echte Kontodaten kommt fast immer etwas hoch, das seit Jahren läuft — und das ihr ab jetzt in der Hand habt.
Legt im Test euren Kontoauszug als CAMT-Datei ab, und die Detektoren laufen über eure eigenen Buchungen. Nach wenigen Minuten seht ihr, was bei euch still mitläuft.
Mit euren eigenen Zahlen. Alle Module offen. Endet von selbst.
Im Pilotbetrieb wurden 548 Anomalie-Befunde im Schattenbetrieb geprüft, bevor ein einziger Detektor scharf geschaltet wurde.
Aus der Anwendung
Neun Detektoren, jeder einzeln scharfschaltbar
Jeder Typ startet im Testbetrieb. Scharf geschaltet wird er, wenn mindestens fünf Befunde beurteilt und mindestens 70 % davon bestätigt sind — die Schwelle steht direkt an der Zeile.
