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Empfehlungen

Frühwarnung

Krisenfrüherkennung nach § 1 StaRUG — acht Messpunkte gegen begründete Schwellen und der Nachweis, seit wann beobachtet wird.

Erklärt die Ansicht /wachstum/fruehwarnung in der Anwendung.

Wofür diese Seite da ist

§ 1 StaRUG verlangt von der Geschäftsführung jeder GmbH und UG, fortlaufend auf bestandsgefährdende Entwicklungen zu achten — größenunabhängig, seit 2021. Eine Form dafür lässt das Gesetz offen. Frühwarnung gibt ihr eine und beantwortet die Frage „Zieht etwas auf?“: Die Seite stellt zusammen, was dafür ohnehin anfällt, und dokumentiert, dass es geschieht.

In der App steht sie unter Empfehlungen → Frühwarnung.

Was Sie sehen

Die Frühwarnung mit dem Gesamtbild „handeln“ für das 3. Quartal 2026: Stand Juli 2026 verlangt ein Messpunkt eine Entscheidung — Offene Hinweise (21) —, zu beobachten ist der Rückstand der Auswertung (3 Monate); erstellt am 9. Oktober 2026, 8 von 8 Messpunkten bewertet.
Oben das Gesamtbild des Quartals: welcher Messpunkt eine Entscheidung verlangt und welcher zu beobachten ist. Darunter steht, wann die Auswertung erstellt wurde und wie viele Messpunkte bewertet sind.

Oben das Gesamtbild für das Quartal — unauffällig, beobachten oder handeln —, dazu ein Satz mit Monat und den Messpunkten, die es bestimmen, etwa „Stand Juli 2026: Ein Messpunkt verlangt eine Entscheidung — Offene Hinweise (21).“ Rechts stehen Erstellt, Datenstand und wie viele Messpunkte bewertet sind. Im Kopf zeigt die Stand-Marke, aus welcher BWA gerechnet wurde.

Messpunkte und angewandte Schwellen. Acht Zeilen: Eigenkapitalquote, Zinsdeckungsgrad, Verschuldungsgrad, Vorlauf bis zur Unterdeckung, Verlustmonate in Folge, Offene Hinweise, Rückstand der Auswertung und Alter der Datengrundlage. Je Messpunkt die Frage, die er beantwortet („Trägt die Kapitalausstattung einen Verlust noch?“), der Wert, das Urteil, die Schwelle im Wortlaut und die Herkunft mit Stand. Wo es einen Verlauf gibt, steht er als Diagramm über zwölf Monate darunter, mit Werte als Tabelle zum Aufklappen.

Nachweis der laufenden Beobachtung — wie viele Monate überwacht sind, wann der letzte Datenzugang war und ob das Protokoll lückenlos ist.

Was jetzt ins Protokoll gehört — die Schritte, die in eine Gesellschafterversammlung oder ein Geschäftsführungsprotokoll gehören.

Oben rechts Bankbericht drucken: dieselben Angaben auf Papier, zum Ablegen.

Woher die Zahlen kommen

Aus Quellen, die schon da sind: Summen- und Saldenliste, eingelesene BWA und der rollierende Liquiditätsplan aus Kontobewegungen, wiederkehrenden Zahlungen und offenen Posten. Alles hier entsteht aus Eingaben, die Sie ohnehin machen.

Zwei Regeln gelten hier strenger als anderswo:

  • Eine fehlende Zahl steht als „nicht bewertbar“ da. So zeigt der Nachweis genau, was er abdeckt; einen grünen Haken trägt nur ein gemessener Wert.
  • Der schwächste Messpunkt bestimmt das Gesamtbild. So bleibt eine drohende Zahlungsunfähigkeit sichtbar, auch wenn alles andere gut aussieht.

Die Schwellen sind begründete Vorschläge und lassen sich ändern; IDW S 16 verlangt ausdrücklich unternehmensindividuelle Werte.

Was Sie damit tun

  1. Einmal im Quartal ansehen und ausdrucken. Das ist die ganze Routine — und der Ausdruck mit Datum ist der Nachweis.
  2. Die Schwellen einmal prüfen und anpassen. Ein Betrieb mit hohem Anlagevermögen hat andere Grenzen als eine Beratung ohne Vermögen.
  3. Bei „handeln“ die Entscheidung dokumentieren — Ursache, Maßnahme, Verantwortliche, Termin. Der Abschnitt „Was jetzt ins Protokoll gehört“ gibt die Reihenfolge vor. Eine Maßnahme kann auch „bewusst abwarten, Wiedervorlage in vier Wochen“ sein.
  4. Die Wirkung planen — als eigenes Szenario unter Planung.

Fallen

⚠️ Die Seite dokumentiert die Beobachtung. Ob ein Insolvenzgrund vorliegt, prüfen Kanzlei und Anwalt; sie erstellen auch die Fortbestehensprognose nach IDW S 11.

⚠️ Auch „unauffällig“ verdient einen Blick. Die Schwellen sind Vorschläge; ein Wert knapp über der Grenze ist ein Wert knapp über der Grenze.

⚠️ Unterjährige Bilanzwerte sind zu freundlich. Solange Abschreibungen und Rückstellungen fehlen, sieht die Eigenkapitalquote besser aus, als sie zum Abschluss sein wird.

⚠️ Frische Kontobewegungen ersetzen keine frische Auswertung. Die Ertragskennzahlen stammen aus der jüngsten BWA. Liegt sie Monate zurück, meldet das der Messpunkt „Rückstand der Auswertung“.

⚠️ Der Nachweis entsteht durch Regelmäßigkeit. Quartal für Quartal wird daraus eine „fortlaufende“ Beobachtung.

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Zuletzt geändert: 9. Oktober 2026

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