Liquiditätsplanung
Liquidität planen, bevor sie knapp wird.
Die meisten Liquiditätspläne scheitern nicht am Rechnen, sondern am Pflegen. Yupana füllt den Plan aus dem, was ohnehin bekannt ist — und zeigt daneben, wie gut die Prognose im Rückwärtstest wirklich war.
Die Analyse liest die PDF im Browser. Kein Konto, kein Upload — und der erste Blick auf die Zahlen, mit denen der Plan rechnet.
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Das leere Raster
Ein Liquiditätsplan ist schnell gebaut und selten gepflegt.
Zwölf Spalten, dreißig Zeilen, alle Formeln richtig. Am Tag, an dem die Tabelle entsteht, ist sie korrekt. Sie bleibt es ungefähr eine Woche.
Dann kommt eine Rechnung dazwischen, ein Kunde zahlt später, eine Investition verschiebt sich. Niemand pflegt das nach, weil es jedes Mal vier Quellen braucht.
Nach zwei Monaten weiß keiner mehr, welche Spalte Plan ist und welche Ist. Ab da wird die Datei nicht mehr geöffnet, sondern nur noch aufbewahrt.
Wo Pläne kippen
Der teuerste Fehler ist, offene Forderungen als Geld zu planen.
Eine offene Rechnung ist ein Bestand, kein Termin. Ohne Fälligkeit und Zahlungsverhalten wird daraus eine Hoffnungsrechnung — und die ist immer zu früh und zu hoch.
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Der Plan altert schneller als der Monat
Nach zwei Wochen stimmt die erste Zeile nicht mehr, und niemand hat Zeit, sie nachzuziehen.
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Offene Posten sind kein Zufluss
Ohne Fälligkeit und beobachtetes Zahlungsverhalten ist eine Forderung kein planbarer Eingang.
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Feste Termine fehlen
Lohn, Sozialversicherung, Umsatzsteuer: sicher und trotzdem oft erst im Nachhinein eingetragen.
So macht Yupana das
Der Plan schreibt sich zuerst selbst.
Yupana kennt die wiederkehrenden Buchungen, die Verträge und die Saison aus euren eigenen Daten. Der Plan startet deshalb nicht bei null, sondern bei dem, was ohnehin gilt.
Woher die Zahlen kommen
Fortschreibung statt leerer Zellen.
Kontobewegungen kommen als CAMT.053-Datei aus eurer Banking-Software, Verträge und offene Posten aus den Belegen. Daraus entsteht die Auszahlungsseite, ohne dass jemand sie tippt.
Geplant wird über Ereignisse statt über Zellen: „Einstellung im März“, „Kündigung zum Quartalsende“. Nur dieser Teil braucht laufend eure Aufmerksamkeit — er ist der einzige, den nur ihr wisst.
- Kein PSD2-Zugang, keine Bankzugangsdaten, kein Zahlungsauslösedienst
- 13 Wochen wochengenau, danach monatlich bis Monat zwölf
- Jede Position trägt ihre Konfidenz — das Band ist die Aussage, nicht Dekor
Was sicher ist
Verträge sind der planbarste Teil eures Monats.
Was sich verlängert, wird bezahlt. Yupana liest Laufzeit und Kündigungsfrist aus dem Beleg und stellt die nächste Fälligkeit in den Plan, bevor sie euch überrascht.
Umgekehrt gilt dasselbe: Eine Kündigung ist eine Planänderung. Sie wirkt ab dem Monat, in dem sie greift — nicht ab dem Tag, an dem sie beschlossen wurde.
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Szenarien ohne zweite Datei
Was passiert, wenn der größte Kunde 30 Tage später zahlt? Die Frage wird im selben Plan beantwortet, nicht in einer Kopie, die danach niemand mehr abgleicht.
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Offene Posten richtig eingeordnet
Forderungen fließen mit Fälligkeit und beobachtetem Zahlungsverhalten ein, nicht als Summe. Das ist der Unterschied zwischen einem Liquiditätsplan und einer Hoffnungsrechnung.
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Lohn und Steuern zuerst
Sozialversicherung, Lohnsteuer, Umsatzsteuer sind feste Termine mit hoher Konfidenz. Sie stehen im Plan, bevor irgendetwas Optimistisches hineinkommt.
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Das Bankgespräch vorbereitet
Aus denselben Zahlen entsteht das Paket für die Hausbank: Kennzahlen, Entwicklung, Plan — statt drei nachträglich zusammengesuchter Tabellen.
BWA verstehen
Unbequem, aber nachrechenbar
Unsere Prognose schlägt die triviale Vorhersage um 7 %. Mehr behaupten wir nicht.
- 32.152 €
- Fehler der trivialen Vorhersage — die Messlatte.
- 29.925 €
- Fehler unseres Forecasts mit offenen Posten.
- 16.269 €
- Netto-Fehler je Monat, nachdem vier Denkfehler behoben waren.
Wir haben den Cash-Forecast gegen zwölf Monate echter Zahlungen getestet. Die Messlatte war die simpelste denkbare Prognose: jeden Monat der Durchschnitt.
Deshalb ist die automatische Warnung vor einem Liquiditätsminus derzeit abgeschaltet. Sie kommt zurück, wenn die Datenlage sie trägt — ein Werkzeug, das hier Sicherheit vortäuscht, richtet mehr Schaden an als eines, das schweigt.
In drei Schritten
So entsteht der Plan.
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01
Kontobewegungen anbinden
Über CAMT.053-Dateien aus der vorhandenen Banking-Software. Einrichtung rund eine Viertelstunde, gemeinsam per Bildschirmfreigabe.
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02
Rhythmen bestätigen
Yupana schlägt vor, was regelmäßig wiederkehrt. Einmal durchsehen, korrigieren, fertig — die Fortschreibung läuft danach von selbst.
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03
Ereignisse ergänzen
Geplante Einstellungen, Investitionen, Kündigungen. Der Teil, den nur ihr wisst — und der einzige mit laufendem Aufwand.
Bevor du fragst
Was jetzt wahrscheinlich als Einwand kommt.
- Wir haben mehrere Konten und eine Kreditlinie.
- Beides geht. Mehrere Konten werden zusammengeführt, für die Liquiditätssicht zählt der Gesamtbestand. Eine Kreditlinie lässt sich als verfügbarer Rahmen hinterlegen, damit der Plan nicht bei null endet.
- Müssen wir die Firmenkarten wechseln?
- Nein. Yupana liest die Bewegungen, die ohnehin entstehen, und gibt selbst keine Karten aus. Eure Bankverbindung bleibt, wie sie ist.
- Wo liegen unsere Daten?
- Datenbank in Deutschland, Anwendung in der EU-Region. Bankdaten liegen verschlüsselt, jeder Zugriff steht im Protokoll. Die Reichweitenmessung läuft auf eigenem Server ohne Cookies — deshalb kein Cookie-Banner.
- Und was fehlt noch?
- Der externe Penetrationstest und die anwaltliche Prüfung der Rechtstexte. Beides steht offen auf der Sicherheitsseite, nicht im Kleingedruckten.
Häufige Fragen
Was zur Liquiditätsplanung am häufigsten gefragt wird.
- Was ist Liquiditätsplanung?
- Liquiditätsplanung ist die Vorausschau auf Zahlungseingänge und -ausgänge über einen bestimmten Zeitraum. Sie beantwortet eine einzige Frage: Reicht das Geld auf dem Konto zu jedem Zeitpunkt für die fälligen Zahlungen? Anders als die Erfolgsrechnung interessiert sie sich nicht dafür, wann ein Umsatz entstanden ist, sondern wann er auf dem Konto ankommt.
- Was gehört in einen Liquiditätsplan?
- Anfangsbestand, erwartete Einzahlungen (Kundenzahlungen mit realistischer Fälligkeit, sonstige Erlöse), erwartete Auszahlungen (Löhne, Miete, Lieferanten, Steuern, Tilgung, Leasing) und daraus der Endbestand je Periode. Wichtig ist die Periodenlänge: In den ersten Wochen wochengenau, danach monatlich — alles andere täuscht Genauigkeit vor.
- Warum 13 Wochen?
- Dreizehn Wochen sind ein Quartal und damit der Zeitraum, in dem Gegenmaßnahmen noch wirken: Eine Rechnung lässt sich früher stellen, eine Investition verschieben, ein Gespräch mit der Bank führen. Kürzer ist reine Verwaltung, länger wird ungenau.
- Reicht dafür nicht Excel?
- Für die Rechnung ja, für die Pflege selten. Excel-Pläne scheitern nicht an der Formel, sondern daran, dass jemand sie jeden Monat aus vier Quellen füllen muss. Genau diesen Teil übernimmt Yupana — und die Vorlage für den Einstieg gibt es trotzdem.
- Sind offene Posten Zufluss?
- Nein. Eine offene Forderung ist ein Bestand, kein Termin. Erst mit Fälligkeit und dem beobachteten Zahlungsverhalten des Kunden wird daraus eine planbare Einzahlung. Wer die Forderungsliste als Summe einplant, plant regelmäßig zu früh und zu hoch.
- Braucht Yupana Zugriff auf mein Online-Banking?
- Nein. Yupana liest CAMT.053-Dateien — das Format, das jede deutsche Banking-Software exportiert. Es gibt keine Bankzugangsdaten, keinen PSD2-Zugang und keinen Zahlungsauslösedienst. Yupana kann kein Geld bewegen.
Zum Weiterlesen
- Kapitalflussrechnung erstellen: die drei Bereiche in der Praxis Operativ, Investition, Finanzierung: wie die drei Cashflow-Bereiche erklären, warum der Kontostand nicht zum Ergebnis passt. Mit vollem Zahlenbeispiel.
- Cashflow berechnen: Formel, Beispiel, typische Fehler Direkte und indirekte Methode nebeneinander, jede Zeile erklärt — und die drei Posten, die im operativen Cashflow fehlen und trotzdem das Konto leeren.
- Liquiditätsplan in Excel erstellen — Vorlage und Grenzen Wie ein Excel-Liquiditätsplan aufgebaut sein muss, damit er nach vier Wochen noch stimmt — und ab welchem Punkt Excel das falsche Werkzeug ist.
Passt dazu
Der erste Schritt
Wie weit schaut ihr heute voraus?
Die häufigste Antwort ist „bis zur nächsten großen Rechnung“. Fang mit der letzten BWA an — sie zeigt die Ausgangswerte, mit denen der Plan rechnet.
Antwort von einem Menschen, innerhalb von zwei Werktagen — auch dann, wenn Yupana für euch die falsche Antwort ist. Noch nicht so weit? Dann lies erst mal weiter.
