Planung
Rechner: Neue Stelle
Was kostet eine neue Stelle — und ab wann trägt sie sich? Kosten, Ertrag und der Monat, ab dem sie sich rechnet, mit Standortvergleich und der Gegenrechnung „Jemand geht“.
Erklärt die Ansicht /wachstum/rechner/stelle
in der Anwendung.
Wofür diese Seite da ist
„Können wir uns noch jemanden leisten?“ wird fast immer falsch beantwortet — weil nur die Kostenseite gerechnet wird. Dann sinkt das Ergebnis bei jeder Stelle, und die Antwort ist strukturell nein.
Eine Stelle hat zwei Seiten. Diese Seite — in der App Wachstum → Rechner → Neue Stelle — rechnet beide. Im Kopf steht ihre Frage: „Was kostet eine neue Stelle — und ab wann trägt sie sich?“
Was Sie sehen
Zwei Richtungen, umschaltbar: Jemand kommt dazu und Jemand geht.
Der Standort steht zuerst: Am Firmensitz, Deutschland remote oder EOR Ausland (Anstellung über einen Arbeitgeberdienst im Ausland). Jeder bringt eigene Annahmen mit — Suchdauer, Anlaufzeit, Nebenkostensatz. Am Firmensitz rechnet Yupana mit bundesweiten Werten der Bundesagentur für Arbeit.
Die Annahmen darunter, alle änderbar: Abteilung, Bruttogehalt, Arbeitgeber-Nebenkosten, Arbeitsplatzkosten je Monat, Anlaufmonate, Zielauslastung, Stundensatz und ein Nachfragewachstum für die Gegenfrage.
Ab wann sie sich trägt: Vollkosten je Jahr und je Monat, Ertrag bei voller Leistung, Deckungsbeitrag — und die beiden Zahlen, um die es geht: erster Monat mit Deckung und Anlaufverluste wieder eingespielt.
Wie es sich entwickelt: achtzehn Monate einzeln — Leistungsgrad, Kosten, Ertrag, Deckung und die kumulierte Summe. Darunter der Vergleich der drei Standorte.
„Und die andere Richtung“ stellt die Gegenfrage: Reicht die Kapazität heute überhaupt noch, und wann hätte die Suche beginnen müssen? Daneben steht, wie viel Geld die Anlaufphase bindet und welche Reserve danach bleibt.
„In die Planung übernehmen“ legt daraus ein Plan-Ereignis an — mit Kosten und Ertrag.
Noch keine Abteilungen angelegt? Dann rechnet die Seite mit Ihrer BWA: Umsatz und Personalkosten sind vorbelegt, Sie ergänzen verkaufte Stunden im Jahr und den Stundensatz laut Preisliste.
Woher die Zahlen kommen
Die Vorbelegungen stammen aus Ihren eigenen Ist-Daten: Der Stundensatz ist Leistungswert geteilt durch Kundenstunden der Abteilung, die Auslastung sind Kundenstunden geteilt durch verfügbare Stunden.
Bis echte Stundensätze gepflegt sind, steht „geschätzt“ daran. Die Unterscheidung ist wichtiger, als sie aussieht: So weiß jeder, ob eine Einstellungsentscheidung auf gemessenen oder geschätzten Werten steht.
Wie eine Abteilung Geld verdient, hängt an ihrem Typ:
| Typ | Ertragsweg |
|---|---|
| Leistung | Stunden × Satz × Auslastung |
| Wiederkehrend | betreute Arbeitsplätze × Preis |
| Neugeschäft | verzögert über die Pipeline |
| Ermöglicher | trägt die anderen — Ertrag nur als eigene Annahme |
⚠️ Den Ertrag eines Ermöglichers tragen Sie selbst ein. Wer sagt, ein Disponent hebe die Auslastung der anderen, trägt das als eigene, begründete Annahme ein. So bleibt die Rechnung für jede Verwaltungsstelle nachvollziehbar.
Was Sie damit tun
- Den kumulierten Verlauf lesen. Er zeigt, wann sich eine Stelle rechnet — und ob die Kasse bis dahin trägt.
- Die Auslastungsschwelle prüfen. Der Satz „Ab X % Auslastung trägt sich die Stelle — geplant sind Y %“ ist die ehrlichste Zusammenfassung der ganzen Rechnung.
- Die Standorte vergleichen, bevor die Stellenanzeige geschrieben ist. Suchdauer und Anlaufzeit unterscheiden sich stärker als das Gehalt.
- Die Gegenrichtung durchspielen. „Jemand geht“ ist die in der Praxis häufigere Frage — und ihre Antwort ist selten symmetrisch.
- In die Planung übernehmen, damit die Planung und die Liquiditätsprognose mit derselben Annahme weiterrechnen.
Fallen
⚠️ Die Seite rechnet mit Ihren Abteilungen. Gepflegt werden sie in den Einstellungen.
⚠️ Ein Deckungsbeitrag ist kein Gewinn. Er ist der Beitrag zu den Gemeinkosten. Ob die Stelle das Ergebnis verbessert, hängt davon ab, ob die Gemeinkosten mitwachsen.
⚠️ Der erste Monat zählt als unproduktiv. Das ist Absicht und eher optimistisch: Einarbeitung bindet zusätzlich Zeit der Kollegen, und die steht in keiner Zeile.
⚠️ Die Suchdauer ist die verschwiegene Größe. Vom Suchbeginn bis zum ersten Arbeitstag vergehen im Mittel aller Neueinstellungen 86 Tage (IAB-Stellenerhebung 2025). Knapp drei Monate Suche plus drei Monate Anlauf heißen: Wer heute entscheidet, hat in rund sechs Monaten die volle Leistung. Schwer zu besetzende Stellen dauern länger — tragen Sie dann Ihre eigene Dauer ein. Deshalb rechnet die Gegenfrage rückwärts.
Verwandt
- Nächster Schritt — ob die Kapazität überhaupt der Engpass ist
- Rechner: Preis — der Hebel mit dem bestehenden Team
- Planung — was aus der Übernahme wird
- Liquiditätsprognose — ob die Kasse die Anlaufzeit trägt
Zuletzt geändert: 9. Oktober 2026

