Liquidität
Cash-Radar
Dreizehn Wochen taggenau, danach monatlich — mit Unsicherheitsband, Kontokorrentlinie und einer Quelle je Position.
Erklärt die Ansicht /bwa/cash
in der Anwendung.
Wofür diese Seite da ist
Die BWA sagt, wie der letzte Monat gelaufen ist. Der Kontostand sagt, wie es heute aussieht. Keins von beidem beantwortet die Frage, die morgens um vier wachhält: Reicht das Geld?
Der Cash-Radar rechnet sie aus dem, was Yupana ohnehin kennt — erkannten Zahlungsrhythmen, offenen Posten, Lohnläufen, Steuerterminen und Planungsereignissen.
Was du siehst
Ganz oben der Datenstand. Von wann der Bank-Saldo ist und wann die letzte Buchung kam. Das steht dort und nicht im Kleingedruckten: Läuft die Anbindung nicht mehr, sieht das Ergebnis von außen unverändert aus.
Ein Satz mit dem Befund — wann der Puffer dünn wird, wie viel am Tiefpunkt über der Kreditlinie bleibt und wie viele Wochen Betriebskosten das sind.
Vier Kacheln: Saldo heute, erwartete Zuflüsse, erwartete Abflüsse, tiefster Punkt mit Datum. Bei den Abflüssen steht, woraus sie stammen — etwa „231× recurring · 50× seasonal_estimate“.
Die Kurve. Dreizehn Wochen wochengenau, danach monatlich. Eingezeichnet sind die Kreditlinie, die Grenze „weniger als eine Monatsausgabe Puffer“ und der Tiefpunkt. Die Fläche um die Linie ist die Spanne zwischen sicherem und geschätztem Verlauf.
Drei Szenarien — Basis, Gut, Schlecht — schalten die Kurve um.
Die Tabelle „Nächste Zahlungen“ listet nach Fälligkeit auf: Datum, Gegenpartei, Quelle, Verlässlichkeit, Betrag.
Woher die Zahlen kommen
| Position | Quelle |
|---|---|
| Startsaldo | letzter eingelesener Kontostand |
| Wiederkehrende Zahlungen | erkannte Buchungsreihen aus den Bankumsätzen |
| Offene Forderungen | die Offene-Posten-Liste mit Fälligkeit |
| Löhne, Steuern | erkannte Rhythmen und Steuertermine |
| Geplantes | Ereignisse aus der Planung |
| Von Hand | eigene Positionen |
Jede Position trägt eine Verlässlichkeit, und daraus entsteht das Band. Der untere Rand ist der ungünstige Fall — und genau auf ihm wird die Frage „wird es eng?“ beantwortet. Wer nach dem schlechten Fall fragt, bekommt keine Durchschnittsantwort.
Was du damit machst
- Auf den Tiefpunkt schauen, nicht auf das Ende. Die Frage ist nie „wie viel habe ich in einem Jahr“, sondern „wann wird es am knappsten“.
- Die Kreditlinie eintragen, falls noch nicht geschehen. Ohne sie ist die Null die Grenze — und die ist bei den meisten Betrieben die falsche.
- Auf „Schlecht“ schalten, bevor du eine Investition zusagst. Das Szenario rechnet dieselben Positionen mit ungünstigen Annahmen.
- Bei knappen Wochen in die Forderungen wechseln. Was überfällig ist, ist Geld, das schon verdient wurde — es liegt nur woanders.
Fallen
⚠️ Der Radar rechnet auf dem letzten bekannten Kontostand weiter. Kommt keine neue Bankdatei mehr, rechnet er trotzdem — mit veraltetem Startwert. Deshalb steht das Datum oben und nicht unten.
⚠️ Offene Posten sind ein Bestand, kein Zufluss. Sie werden über ihre Fälligkeit in Zuflüsse übersetzt, nicht in Summe eingebucht. Wer die Kachel „erwartete Zuflüsse“ mit dem Forderungsbestand vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Dinge.
⚠️ Dreizehn Wochen sind belastbar, Monat neun ist eine Richtung. Die Breite des Bandes sagt genau das. Eine Entscheidung, die auf Monat neun beruht, beruht auf einer Fortschreibung.
⚠️ Die Minus-Frühwarnung ist bewusst abgeschaltet. Sie braucht einen belastbaren Startsaldo, und der Rückwärtstest schlug die triviale Vorhersage bislang nur um sieben Prozent. Eine Warnung auf dieser Grundlage wäre geraten.
Verwandt
- Forderungen — die größte Stellschraube auf der Zuflussseite
- Planung — woher die geplanten Positionen kommen
- Frühwarnung — der Vorlauf bis zur Unterdeckung als Messpunkt
Zuletzt geändert: 30. August 2026
