Die Zahlen des Monats
Befunde
Acht Detektoren rechnen still mit — und keiner löst etwas aus, bevor genug Urteile vorliegen, dass er es darf.
Erklärt die Ansicht /bwa/befunde
in der Anwendung.
Wofür diese Seite da ist
Eine BWA sagt, was war. Sie sagt nicht, was davon auffällig ist. Diese Seite sammelt die Auffälligkeiten, die sich rechnen lassen: Kostenarten, die aus ihrem eigenen Rahmen laufen, Margen, die je Produktlinie rutschen, Buchungen, die nicht zu den Kontobewegungen passen.
Und sie beantwortet eine zweite Frage, die die meisten Werkzeuge gar nicht stellen: Darf dieser Detektor überhaupt schon etwas auslösen?
Was du siehst
Oben die Detektoren. Je Typ steht dort die Schwelle, ab der er anschlägt, wie viele Befunde er bisher erzeugt hat und wie viele davon bestätigt wurden. Jeder lässt sich auf Aus, Testbetrieb oder Scharf stellen.
Darunter die Befunde des Monats. Jede Karte trägt
- die Art (Alert oder Chance) und den Detektor, aus dem sie stammt,
- den Betrag, um den es geht,
- einen Satz, der die Auffälligkeit beschreibt,
- Herleitung anzeigen — die vollständige Rechnung, aufklappbar,
- und Stimmt das? mit den Antworten ja, nein und egal.
Woher die Zahlen kommen
Aus den importierten BWA-Zahlen, den Kontobewegungen und — beim Renewal-Detektor — den erfassten Verträgen. Befunde entstehen durch Rechenregeln, nicht durch ein Sprachmodell. Jede Karte lässt sich über „Herleitung anzeigen“ von Hand nachrechnen; das ist der Zweck des Ausklappers.
Die Schwellen stehen an jedem Detektor und sind änderbar. Wo eine Schwelle in Euro und in Prozent steht, müssen beide überschritten sein — sonst meldete ein Konto mit 40 € Volumen jede Schwankung.
Was du damit machst
- Urteile fällen. Jedes „ja“ oder „nein“ unter einer Karte ist eine Datenzeile über den Detektor, nicht über den einzelnen Befund. Nach fünf Urteilen wird er bewertbar.
- Einen Detektor scharf schalten, wenn er es trägt — mindestens fünf Urteile und mindestens 70 % davon bestätigt. Erst dann darf er melden, statt nur zu protokollieren.
- Einen Detektor abschalten, der bei euch nicht passt. Ein Betrieb ohne Produktlinien braucht keinen Margen-Rutsch.
- „gesamte Historie anzeigen“, wenn ein Befund über mehrere Monate läuft. Ein einzelner Monat sagt selten, ob etwas Trend oder Ausrutscher ist.
Fallen
⚠️ „Stimmt das?“ urteilt über den Detektor, nicht über die Buchung. Die Freigabe einer einzelnen Ausgabe steht im Eingang und ist etwas ganz anderes. Wer hier „nein“ klickt, sagt: Diese Regel hat hier danebengelegen — nicht: Diese Ausgabe war nicht in Ordnung.
⚠️ Ohne Urteile bleibt der Anteil bestätigter Befunde leer, nicht null. Ein einzelnes bestätigtes Urteil ergibt keine 100 %, sondern noch gar keine Aussage. Deshalb steht dort „noch kein Urteil — 5 nötig“ statt einer Prozentzahl.
⚠️ Ein Befund ist kein Fehler. „54.070,18 € mehr Materialeinkauf als im Schnitt der letzten sechs Monate“ kann eine Großbestellung für ein Projekt sein, das im Folgemonat abgerechnet wird. Der Detektor sieht die Abweichung, nicht den Grund — den kennst du.
⚠️ Der Detektor „BWA ↔ Bank“ schlägt bei jedem Betrieb mit Zahlungszielen an. Gebuchte Kosten und abgeflossenes Geld fallen zeitlich auseinander; das ist normal. Interessant wird er erst, wenn der Abstand über Monate in dieselbe Richtung wächst.
Verwandt
- Report — die Zeile, aus der ein Befund stammt
- Monatsbrief — dieselben Befunde in ganzen Sätzen
- Aufgedeckt — das Gegenstück auf der Ausgabenseite
Zuletzt geändert: 30. August 2026
