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Planung

Liquiditätsprognose

Was der Plan für das Konto bedeutet: jede Ein- und Auszahlung je Monat, Kontokorrentlinie mit Zinsen, drei Vorsichtsstufen und ein Horizont bis zehn Jahre.

Erklärt die Ansicht /planung/liquiditaet in der Anwendung.

Wofür diese Seite da ist

Ein Plan kann Gewinn zeigen und trotzdem in einen Monat führen, in dem das Geld knapp wird: Kunden zahlen nach 30 Tagen, die Umsatzsteuer geht am 10. ab, eine Investition fällt auf einen Schlag an.

Die Liquiditätsprognose rechnet jede Position Ihres Plans in Zahlungen um und beantwortet die Frage „Reicht das Geld — und wann wird es am engsten?“ Monat für Monat, bis zu zehn Jahre weit.

Was Sie sehen

Ganz oben steht die Frühwarnung aus dem Plan: der erste Monat, in dem das Konto laut Plan ins Minus oder unter die Kontokorrentlinie läuft — oder die Bestätigung, dass der Bestand trägt.

Darunter stellen Sie die Rechnung ein:

  • Horizont — 12, 24 oder 36 Monate, 5 oder 10 Jahre.
  • Vorsichtsstufe — welcher Stand eines Monats zählt. Standard nimmt den Durchschnitt aus Monatsanfang und Monatsende, Vorsichtig den schwächeren der beiden, Sehr vorsichtig den Monatsanfang minus alle Auszahlungen des Monats — als ginge alles Geld hinaus, bevor etwas hereinkommt.
  • Kontokorrentlinie — Linie, Sollzins und Überziehungszins.
  • USt-Fälligkeit — monatliche oder vierteljährliche Voranmeldung und ob eine Dauerfristverlängerung besteht.
  • Rechts daneben wählen Sie das Szenario.

Vier Kacheln fassen zusammen: Liquide Mittel am Ende des Horizonts samt Veränderung gegen den letzten gebuchten Monat, Tiefpunkt mit seinem Monat, Kontokorrentlinie mit ihrer Herkunft und Kontokorrentzinsen über den ganzen Zeitraum.

Verlauf der liquiden Mittel

Ein Satz über der Kurve fasst die Lage zusammen: wo die liquiden Mittel am Ende des letzten gebuchten Monats lagen, in welchem Monat es am engsten wird, wo der Bestand am Ende des Horizonts steht und mit welcher Vorsichtsstufe gerechnet ist. Die Kurve zeigt den Verlauf, die Kontokorrentlinie als Fläche und den Tiefpunkt als Marke. Monate jenseits des Planhorizonts sind als Fortgeschrieben gekennzeichnet. Beim Überfahren eines Monats stehen Einzahlungen, Auszahlungen und die Werte der anderen Vorsichtsstufen daneben.

Alle Positionen

Die Tabelle führt jede Zahlung einzeln: Einzahlungen — von Aus Bruttoumsätzen und Aus Forderungen über Kreditaufnahme bis Umsatzsteuer-Erstattungen —, Auszahlungen — von Material und Waren und Personal über Investitionen und Kredittilgung bis Umsatzsteuer-Zahllast —, dann Liquide Mittel vor Zinsen, Kontokorrentzinsen, Liquide Mittel nach Zinsen, den Stand nach Ihrer Vorsichtsstufe, Kontokorrentlinie und Freie Liquidität: liquide Mittel plus Linie. Einzelmonat und Kumuliert wechseln zwischen Monatswerten und der Summe seit Januar.

Liegt eine Plan-Bilanz vor, folgt die Probe: Liquidität aus dem Ergebnis. Sie rechnet denselben Bestand ein zweites Mal — vom Ergebnis über Abschreibungen, Working Capital, Investitionen, Darlehen, Einlagen und Ertragsteuern. Stimmen beide Wege überein, steht darunter, in wie vielen Monaten sie denselben Bestand ergeben.

Zahlungen ohne Ergebniswirkung

Anzahlungen, Einlagen, Ausschüttungen und Ertragsteuer-Zahlungen stehen in keiner BWA-Zeile. Hier planen Sie sie ein: Art, Bezeichnung, Monat, bei wiederkehrenden Zahlungen Monatlich bis, dazu Betrag (€) — und Einplanen.

Woher die Zahlen kommen

Aus dem Plan-Ergebnis. Jede Planzeile wirkt auf eine von drei Arten auf die Kasse: sofort (Löhne, Miete, Zinsen), mit Zahlungsziel (Umsatz, Materialeinkauf) oder gar nicht (Abschreibungen, Rückstellungen). Umsatz und Einkauf fließen brutto, also mit Umsatzsteuer. Kunden zahlen nach dem Zahlungsziel Ihrer Firma, Lieferanten bezahlen Sie nach Ihrem eigenen — ohne eigene Angabe je 30 Tage.

Aus dem Ausgangsbestand. Der Startwert sind Kasse und Bank aus der Ausgangsbilanz Ihrer Summen- und Saldenliste, ohne sie der Kontostand. Offene Forderungen, Verbindlichkeiten und eine offene Umsatzsteuer der letzten Bilanz fließen über dieselben Zahlungsziele ab.

Die Umsatzsteuer zum Termin. Die Zahllast eines Monats geht am 10. des Folgemonats ab, bei Dauerfristverlängerung einen Monat später (§ 46 UStDV), bei vierteljährlicher Voranmeldung am 10. nach dem Quartalsende. Ein Vorsteuerüberhang kommt als Erstattung herein.

Die Lohnsteuer im Folgemonat. Ist im Personalplan der Lohnsteueranteil einer Stelle hinterlegt, verschiebt die Rechnung diesen Teil der Personalkosten auf den 10. des Folgemonats (§ 41a Abs. 1 EStG).

Ertragsteuern als Vorauszahlung. Sie gehen je Quartal ab — am 10. März, Juni, September und Dezember, in Höhe der geplanten Steuer des Quartals. Planen Sie Ertragsteuer-Zahlungen unter „Zahlungen ohne Ergebniswirkung“ selbst ein, gelten nur diese.

Investitionen und Darlehen. Investitionen gehen brutto in ihrem Monat ab, ihre Vorsteuer mindert die Umsatzsteuer-Zahllast; Erlöse aus Anlagenabgängen kommen herein. Bei Finanzierungen zählen die Auszahlung und die Tilgung — der Zins steckt bereits im Zinsaufwand des Plans.

Kontokorrentzinsen. Rutscht der Bestand ins Minus, rechnet Yupana auf den genutzten Teil der Linie den Sollzins und auf alles darüber den Überziehungszins. Die Linie kommt aus Ihrer Eingabe unter Kontokorrentlinie, sonst aus der Summe der Linien an Ihren Konten.

Jenseits des Planhorizonts schreibt die Rechnung den gleichen Monat des letzten Planjahres fort, ohne Wachstum. Investitionen, Finanzierungen und eingeplante Zahlungen sind dort exakt gerechnet.

Was Sie damit tun

  1. Den Tiefpunkt ansehen. Er sagt, wie viel Luft bleibt — und in welchem Monat sie am dünnsten ist.
  2. Die Kontokorrentlinie eintragen. Erst mit Linie und Zinssätzen zeigt die Seite die freie Liquidität und die Zinskosten eines Engpasses.
  3. Die Umsatzsteuer-Fälligkeit hinterlegen. Ein Monat Unterschied ist bei hohem Umsatz ein großer Betrag im falschen Monat.
  4. Mit „Vorsichtig“ gegenrechnen, bevor Sie eine Investition zusagen — und in einem zweiten Szenario prüfen, ob der Bestand dann noch trägt.
  5. Ausschüttungen und Einlagen einplanen, damit die Prognose zeigt, was tatsächlich auf dem Konto passiert.
  6. Die Tabelle weitergeben. Exportieren oben rechts liefert alle Positionen als PDF, Excel oder CSV — etwa für das Gespräch mit der Bank.

Fallen

⚠️ Ohne Angabe zur Dauerfristverlängerung rechnet Yupana ohne. Die Umsatzsteuer geht dann im Folgemonat ab, und ein Hinweis unter der Tabelle sagt es. Hinterlegen Sie die Angabe unter USt-Fälligkeit.

⚠️ Ohne Zinssatz bleibt ein Minus zinsfrei. Rutscht das Konto im Plan ins Minus und ist kein Sollzins hinterlegt, rechnet die Seite ohne Kontokorrentzinsen und weist darauf hin — mit Satz wird es teurer.

⚠️ Zahlungsziele wirken in ganzen Monaten. 30 Tage verschieben eine Zahlung um einen Monat, 45 Tage um zwei.

⚠️ Eine Ertragsteuer-Zahlung von Hand ersetzt die Vorauszahlungen. Planen Sie dann alle Quartale selbst ein, sonst fehlen die übrigen.

⚠️ Geht die Plan-Bilanz nicht auf, endet die Rechnung dort. Die Seite nennt den Monat, statt eine Differenz zu verstecken.

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Zuletzt geändert: 8. Oktober 2026

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