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Kostenmonat Oktober 2026: Erzeugerpreise steigen doppelt so schnell wie die Inflation

Erzeugerpreise im September +6,7 Prozent, Großhandel +8,7, Inflation 3,3: Lieferanten verteuern sich doppelt so schnell. Was das für die Materialquote heißt.

Jens Hagel11 Min. Lesezeit
Monatskalender auf einem Schreibtisch — der feste Rhythmus der Reihe

Inhalt in Kürze

  • Die Erzeugerpreise lagen im September 2026 um 6,7 Prozent über dem Vorjahr — der stärkste Anstieg seit März 2023 (Destatis).
  • Die Großhandelspreise stiegen im selben Monat um 8,7 Prozent, die Inflationsrate lag bei 3,3 Prozent. Ihre Lieferanten verteuern sich also rund doppelt so schnell wie der Warenkorb.
  • Ohne Energie liegen die Erzeugerpreise bei plus 3,2 Prozent. Diese Zahl ist der Maßstab, an dem sich eine Preiserhöhung ohne Energieanteil messen lassen muss.
  • Der Preisstand für Geschäftssoftware bleibt ruhig: Acht Listenpreise sauber abgelesen, alle acht unverändert.
  • Im Oktober schließt nur das einmonatige Kündigungsfenster, und bis zur E-Rechnungs-Versandpflicht bleiben rund zehn Wochen.

Dritte Ausgabe einer monatlichen Reihe. Vier Rubriken jeden Monat: eine Zahl aus der amtlichen Statistik, der selbst erhobene Preisstand für Geschäftssoftware, die Fristen des Monats und ein Handgriff, der in einer Viertelstunde erledigt ist.

Ihre Lieferanten werden doppelt so schnell teurer wie der Warenkorb

Am 20. Oktober hat das Statistische Bundesamt die Erzeugerpreise für September 2026 veröffentlicht (PM Nr. 373). Sie lagen 6,7 Prozent über September 2025 und 1,9 Prozent über August.

Das ist laut Destatis der stärkste Anstieg gegenüber dem Vorjahr seit März 2023. Erzeugerpreise messen, was Hersteller im Inland für ihre Produkte verlangen — also die Preise, die ein Betrieb beim Einkauf zahlt.

Zwei weitere Zahlen aus demselben Monat ergeben das Bild. Die Verkaufspreise im Großhandel stiegen im September um 8,7 Prozent (Destatis, PM Nr. 368), nach 6,8 Prozent im August.

Die Inflationsrate, also der Preis des Warenkorbs privater Haushalte, lag im September bei 3,3 Prozent (Destatis, PM vom 13.10.2026).

+6,7 %Erzeugerpreise September 2026 (Destatis)
+8,7 %Großhandelspreise September 2026 (Destatis)
+3,3 %Inflationsrate September 2026 (Destatis)

Wer die eigene Kostensteigerung an der Inflationsrate misst, misst also am falschen Maßstab. Im September 2026 lagen die Preise zwischen Unternehmen doppelt so weit über dem Vorjahr wie die Preise für Verbraucher.

Der Treiber steht in der Pressemitteilung: Energie lag bei den Erzeugern 14,9 Prozent über dem Vorjahr, Mineralölerzeugnisse sogar 51,3 Prozent. Destatis nennt als Ursache die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten (PM Nr. 373).

Die Zahl gehört zum Berichtsmonat September. Erhoben wird jeweils zum 15. des Monats, die Preise vom Oktober erscheinen erst im November.

Taschenrechner neben einer Zahlenliste, einzelne Beträge mit Kugelschreiber abgehakt
Ob eine Preiserhöhung angemessen ist, entscheidet die Warengruppe, nicht die Inflationsrate.

Welche Warengruppe trägt — und welche nicht

Die Gesamtzahl verdeckt, wie ungleich die Preise wandern. Für die eigene Kostenlage zählt, was Sie tatsächlich einkaufen. Destatis weist die Erzeugerpreise deshalb nach Gütergruppen aus.

Gütergruppe (Erzeugerpreise)Veränderung zum Vorjahresmonat, September 2026
Energie+14,9 %
Metalle+14,0 %
Chemische Grundstoffe+11,3 %
Holz sowie Holz- und Korkwaren+7,1 %
Vorleistungsgüter insgesamt+6,4 %
Gesamtindex ohne Energie+3,2 %
Investitionsgüter+2,4 %
Verbrauchsgüter−1,8 %

Quelle aller Werte: Destatis, PM Nr. 373 vom 20.10.2026. Innerhalb der Metalle lag Kupfer samt Halbzeug bei plus 31,4 Prozent, Betonstahl bei plus 7,0 Prozent.

Für die Praxis heißt das: Ein Elektro- oder Installationsbetrieb mit hohem Kupferanteil spürt einen ganz anderen September als ein Dienstleister, dessen größter Einkauf Maschinen und Fahrzeuge sind. Für Investitionsgüter lag der Anstieg laut Destatis bei 2,4 Prozent (PM Nr. 373).

Der wichtigste Wert der Tabelle ist der unscheinbarste: plus 3,2 Prozent ohne Energie. Fordert ein Lieferant deutlich mehr und hat sein Produkt kaum Energieanteil, verdient die Forderung eine Nachfrage.

Was das für die Materialquote heißt

Steigen die Einkaufspreise und bleiben die eigenen Verkaufspreise gleich, wächst die Materialaufwandsquote im selben Verhältnis. Ein Rechenbeispiel mit runden Zahlen zeigt die Größenordnung.

Angenommen, ein Betrieb hat 2 Millionen Euro und 40 Prozent Materialquote, kauft also für 800.000 Euro ein. Steigen diese Einkäufe um 6,7 Prozent, sind es 853.600 Euro. Die Quote liegt dann bei rund 42,7 Prozent.

Ohne Preisanpassung fehlen in diesem Beispiel rund 53.600 Euro Rohertrag im Jahr — allein aus dem Einkauf. Welche Sparte das trägt, zeigt erst die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung.

Der Preisstand: acht Listenpreise, keine Veränderung

Die Reihe erhebt jeden Monat die Listenpreise von zwölf verbreiteten Geschäftsanwendungen direkt auf den Anbieterseiten. Immer derselbe Tarif, dieselbe Abrechnungsart, abgerufen aus Deutschland, mit Datum.

Es fließen ausschließlich öffentliche Angaben ein. Lässt sich ein Preis nicht sicher ablesen, wird er als Lücke vermerkt — nie geschätzt und nie aus dem Vormonat fortgeschrieben. Diese Erhebung stammt vom 23. Oktober 2026.

In diesem Monat hat keiner der acht sauber abgelesenen Anbieter seinen Listenpreis geändert. Während die Erzeugerpreise um 6,7 Prozent zulegten, blieb Geschäftssoftware auf der Preisliste stabil.

AnwendungListenpreis (Stand: 23.10.2026)Veränderung
Microsoft 365 Business Standard (mit Copilot Business)20,36 €/Nutzer/Mon., Jahresabounverändert
Microsoft 365 Business Premium (mit Copilot Business)27,73 €/Nutzer/Mon., Jahresabounverändert
Microsoft 365 Copilot (Add-on)15,60 €/Nutzer/Mon., Jahresabounverändert
Google Workspace Business Standard13,60 €/Nutzer/Mon., Jahresabounverändert
Slack Pro6,75 €/aktivem Nutzer/Mon., Jahresabounverändert
Dropbox Business, Standard12 €/Nutzer/Mon., Jahresabounverändert
Notion Business19,50 €/Mitglied/Mon., Jahresabounverändert
HubSpot Sales Hub Professional90 €/Platz/Mon., Jahresabounverändert

Vier Werte fehlen diesmal. Adobe verweigerte den Abruf, Canva blockierte ihn mit einer Bot-Prüfung, bei Zoom lud die Preisseite ohne Beträge. Jira zeigte auf der deutschen Seite nur Dollar — eine Währung ist kein Befund, deshalb steht dort eine Lücke.

Stabil heißt nicht günstig. Ein Jahresabo Microsoft 365 Business Standard kostet zum Listenpreis 244,32 Euro je Nutzer. Bei 20 Plätzen sind das 4.886,40 Euro im Jahr, bei 50 Plätzen 12.216 Euro, bei 100 Plätzen 24.432 Euro.

Google Workspace Business Standard liegt mit 163,20 Euro je Nutzer und Jahr 81,12 Euro darunter. Bei 50 Plätzen sind das 4.056 Euro Abstand im Jahr. Wo die Hebel im Microsoft-Vertrag liegen, zeigt der Beitrag zu Microsoft-365-Lizenzkosten.

Auffällig sind die Rabatte neben den Listenpreisen: Google wirbt mit 20 Prozent für drei Monate, Slack mit 50 Prozent für drei Monate (Anbieterangaben, geprüft am 23.10.2026). Diese Reihe misst den Preis, der danach gilt.

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Im Oktober läuft nur die kurze Frist

Nach dem dichten September ist der Oktober ruhig. Nur das einmonatige Kündigungsfenster schließt in diesem Monat.

FristKündigung muss raus bisWirkt zumTypischer Vertrag
1 Monat30. Oktober 202630. November 2026monatlich kündbare Abos und Cloud-Dienste

Monatlich kündbare Abos sind genau die, die niemand mehr ansieht, weil sie klein sind. Wie man sie findet, bevor die nächste Abbuchung kommt, steht in der Anleitung zum Software-Abo kündigen.

Wer die dreimonatige Frist zum Jahresende am 30. September verpasst hat, rechnet rückwärts zum nächsten Termin. Für eine Kündigung zum 31. März 2027 muss sie bei drei Monaten Frist bis zum 31. Dezember 2026 raus sein.

Bei jedem Vertrag, der uns überrascht hat, ließ sich hinterher niemand finden, der ihn für seinen hielt. Das ist keine Frage der Ablage, sondern der Zuständigkeit.
Jens Hagel, Mitgründer der frag.hugo Informationssicherheit GmbH

Wer Fristen dauerhaft im Blick behalten will, braucht je Vertrag einen Namen, der zuständig ist. Das Vorgehen beschreibt der Beitrag zu Kündigungsfristen.

Die Zahlungstermine im Oktober:

  1. 12. Oktober — Umsatzsteuer-Voranmeldung und Lohnsteuer-Anmeldung. Bei Dauerfristverlängerung einen Monat später.
  2. 26. Oktober — Zusammenfassende Meldung, sofern innergemeinschaftliche Lieferungen vorliegen.
  3. 28. Oktober — Sozialversicherungsbeiträge, drittletzter Bankarbeitstag. Der Beitragsnachweis muss zwei Tage früher vorliegen.

Feiertage sind nicht berücksichtigt, weil sie Ländersache sind. Fällt ein Termin auf einen Feiertag, verschiebt er sich auf den nächsten Werktag — am 31. Oktober ist in mehreren Ländern Reformationstag.

Bis zur ersten Stufe der E-Rechnungs-Versandpflicht am 1. Januar 2027 bleiben rund zehn Wochen. Betroffen sind Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz (Bundesfinanzministerium).

Ob eine Datei die Pflichtangaben trägt, zeigt der Prüfer für XRechnung und ZUGFeRD direkt im Browser.

„Preisrunden kündigt uns der Lieferant doch an“

Der naheliegende Einwand: Wer teurer wird, schreibt einen Brief. Das stimmt. Nur steht im Brief, um wie viel es teurer wird — nicht, ob das angemessen ist.

Ein Lieferant begründet eine Erhöhung fast immer mit gestiegenen Kosten. Ob die Kosten seiner Warengruppe tatsächlich in dieser Höhe gestiegen sind, steht nicht im Schreiben, sondern in der amtlichen Statistik. Eine Erhöhung um 9 Prozent auf ein Produkt ohne nennenswerten Energieanteil liegt im September 2026 fast dreimal über dem Index ohne Energie von 3,2 Prozent (Destatis, PM Nr. 373). Das ist eine Frage wert.

Umgekehrt gilt dasselbe. Ein Beispiel: Verlangt ein Lieferant von Kupferwaren 10 Prozent mehr, liegt er unter dem Anstieg seiner Warengruppe von 31,4 Prozent. Dann ist die Verhandlung eher eine über den Zeitpunkt als über die Höhe.

Die Buchhaltung bucht, was berechnet wird. Den Vergleich nach außen liefert sie nicht — der kommt aus der Statistik.

Ein Handgriff für diesen Monat

Fünfzehn Minuten, nur die Kreditorenliste der letzten zwölf Monate und diese Ausgabe.

  • Die fünf größten Lieferanten ziehen. Nach Einkaufsvolumen der letzten zwölf Monate, mit Warengruppe.
  • Die letzte Preiserhöhung je Lieferant notieren. In Prozent, mit Datum. Steht sie nicht im Schreiben, genügt der Vergleich zweier Rechnungen derselben Position.
  • Den passenden Index daneben schreiben. Energie +14,9 %, Metalle +14,0 %, Vorleistungsgüter +6,4 %, ohne Energie +3,2 %, Investitionsgüter +2,4 % (Destatis, September 2026).
  • Alles markieren, was deutlich über seinem Index liegt. Dort fragen Sie schriftlich nach der Kalkulation oder holen ein Vergleichsangebot ein.
  • Alles markieren, was noch kommt. Wer unter seinem Index liegt, wird nachziehen. Das gehört als Annahme in die Planung des nächsten Quartals.

Wer diese Liste einmal hat, liest jede künftige Preisankündigung in einer Minute. Im November erscheinen die Oktober-Werte, dann zeigt die Liste, ob die Preiswelle weiterläuft.

Die Annahme gehört anschließend in die Liquiditätsplanung, damit der höhere Einkauf nicht erst auf dem Kontoauszug auffällt.

Was Sie als Geschäftsführer daraus machen

Steigende Einkaufspreise kommen zuerst in der Materialquote an und erst Wochen später im Kontostand. Drei Entscheidungen setzen vorher an.

  • Die Materialquote monatlich gegen die Branche halten. Die Kostenquoten im Branchenvergleich zeigen, ob Ihr Wert noch im üblichen Band liegt oder schon die Preisrunde trägt.
  • Die eigenen Preise prüfen, bevor die Marge es tut. Angebote mit kurzer Bindefrist und, wo üblich, eine Preisgleitklausel für Material entlasten, wenn die Einkaufspreise weiter steigen.
  • Den Kostendruck als Frühwarnzeichen führen. Eine Materialquote, die drei Monate in Folge steigt, gehört in Ihr Frühwarnsystem — mit Schwelle und Zuständigkeit.

Als Geschäftsführer einer GmbH oder UG sind Sie nach § 1 StaRUG verpflichtet, fortlaufend über Entwicklungen zu wachen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können. Eine Marge, die unbemerkt schrumpft, ist eine solche Entwicklung.

Wie Yupana die Signale aus der BWA dafür bündelt, zeigt die Krisenfrüherkennung.

So lesen Sie diese Reihe

Sie beschreibt Vergangenes. Die Erzeugerpreise gehören zum September 2026, erhoben zum 15. des Monats. Die Zahlen für Oktober erscheinen im November.

Sie ist keine Prognose. Ob die Energiepreise weiter steigen, sagt die Statistik nicht. Sie sagt, wo die Preise heute stehen.

Sie rechnet Termine vor. Fristen und Zahlungstermine sind ohne Feiertage gerechnet; Dauerfristverlängerung und Einzelfälle prüfen Sie mit Ihrer Kanzlei. Eine Rechtsberatung ersetzt die Reihe nicht.

Der Preisstand deckt zwölf Anwendungen ab, nicht den Markt, und zeigt Listenpreise — ausgehandelte Rahmenverträge liegen oft darunter. Alles stammt aus öffentlichen Quellen und einer eigenen Erhebung öffentlicher Preisseiten.

Im September 2026 sind die Preise zwischen Unternehmen um 6,7 Prozent gestiegen, die Verbraucherpreise um 3,3 Prozent. Wer seine Kosten an der Inflation misst, unterschätzt den Druck um die Hälfte. Wer diesen Monat eine Sache mitnimmt, dann diese: die letzte Preiserhöhung der fünf größten Lieferanten neben den Index ihrer Warengruppe schreiben.

Kostendruck und späte Zahlungen zeigen sich zuerst in Ihrer BWA. Laden Sie die letzte hoch und sehen Sie in Sekunden, wo Ihre Kostenquoten stehen — kostenlos, direkt im Browser, die Datei bleibt bei Ihnen.

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Häufige Fragen

Wie stark sind die Erzeugerpreise im September 2026 gestiegen?
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im September 2026 um 6,7 Prozent über dem Vorjahresmonat und um 1,9 Prozent über dem August. Das ist laut Statistischem Bundesamt der stärkste Anstieg gegenüber dem Vorjahr seit März 2023. Treiber war die Energie mit plus 14,9 Prozent, darin Mineralölerzeugnisse mit plus 51,3 Prozent. Ohne Energie stiegen die Erzeugerpreise um 3,2 Prozent.
Was ist der Unterschied zwischen Erzeugerpreisen und Inflationsrate?
Die Inflationsrate misst, was private Haushalte für ihren Warenkorb zahlen. Die Erzeugerpreise messen, was Hersteller im Inland für ihre Produkte verlangen, also die Preise zwischen Unternehmen. Für einen Betrieb, der Material, Energie oder Vorprodukte einkauft, sind die Erzeugerpreise deshalb der nähere Maßstab. Im September 2026 lagen beide weit auseinander: 6,7 Prozent bei den Erzeugern, 3,3 Prozent bei den Verbrauchern.
Woran erkenne ich, ob eine Preiserhöhung meines Lieferanten angemessen ist?
Halten Sie die Erhöhung gegen den Index der passenden Warengruppe. Destatis weist die Erzeugerpreise nach Gütern aus: Energie plus 14,9 Prozent, Metalle plus 14,0 Prozent, Investitionsgüter plus 2,4 Prozent, alles ohne Energie plus 3,2 Prozent (September 2026). Liegt die Forderung deutlich über dem Index ihrer Warengruppe, ist das kein Beweis für eine überzogene Erhöhung, aber ein guter Grund, nach der Kalkulation zu fragen.
Wie wirkt eine Einkaufspreiserhöhung auf die Materialquote?
Steigen die Einkaufspreise und bleiben die Verkaufspreise gleich, steigt die Materialquote im selben Verhältnis. Ein Rechenbeispiel: Bei einer Materialquote von 40 Prozent und Einkaufspreisen plus 6,7 Prozent liegt die Quote danach bei rund 42,7 Prozent. Bei 2 Millionen Euro Umsatz fehlen damit rund 53.600 Euro Rohertrag im Jahr. Wie hoch Ihre Quote im Branchenvergleich liegt, zeigt die BWA.
Welche Kündigungsfrist läuft im Oktober 2026 ab?
Im Oktober schließt nur das einmonatige Kündigungsfenster: Die Kündigung muss bis zum 30. Oktober 2026 raus und wirkt zum 30. November. Das betrifft vor allem monatlich kündbare Abos und Cloud-Dienste. Die dreimonatige Frist zum Jahresende ist bereits am 30. September abgelaufen. Wer sie verpasst hat, kann den nächsten Termin nutzen: Kündigung bis Ende Dezember zum 31. März 2027.
Haben sich die Preise für Geschäftssoftware im Oktober 2026 verändert?
Nein. Von zwölf beobachteten Anwendungen ließ sich der Listenpreis am 23. Oktober 2026 bei acht sauber ablesen, und alle acht waren unverändert gegenüber der letzten Erhebung. Darunter Microsoft 365 Business Standard mit 20,36 Euro, Google Workspace Business Standard mit 13,60 Euro und Slack Pro mit 6,75 Euro je Nutzer und Monat im Jahresabo. Vier Werte fehlen, weil die Seiten keinen sauberen Abruf zuließen.
Ab wann gilt die Versandpflicht für E-Rechnungen?
Die Empfangspflicht gilt seit dem 1. Januar 2025 für alle Unternehmen. Ab dem 1. Januar 2027 müssen Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz ihre Rechnungen an andere Unternehmen elektronisch versenden, ab dem 1. Januar 2028 gilt das für alle übrigen. Zum Erscheinen dieser Ausgabe bleiben bis zur ersten Stufe noch rund zehn Wochen, also nur noch zwei volle Rechnungsmonate.

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