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Deckungsbeitrag berechnen — je Geschäftsfeld.

Einstufig sehen Sie, ob das Unternehmen seine Fixkosten trägt. Mehrstufig sehen Sie, welches Geschäftsfeld es tut. Beide Rechenwege nebeneinander, mit DB I, DB II und Gewinnschwelle.

Je Geschäftsfeld erst die variablen Kosten abziehen (DB I), dann die Fixkosten, die eindeutig zu diesem Feld gehören (DB II). Was keinem Feld gehört, kommt am Ende als ein Block — ohne Umlage.

Geschäftsfeld 1
Geschäftsfeld 2
Geschäftsfeld 3

Geschäftsführung, Buchhaltung, Miete der Zentrale, Versicherungen. Sie werden nicht nach einem Schlüssel verteilt, sondern einmal vom Ganzen abgezogen.

Eingetragen ist ein Beispiel: ein Elektrobetrieb mit drei Geschäftsfeldern, ein Monat. Überschreiben Sie die Werte mit Ihren eigenen; ein Feld, das Sie nicht brauchen, setzen Sie auf null. Alles wird im Browser gerechnet.

Betriebsergebnis

+14.000 €

Deckungsbeitragsquote
43,9 %
Gewinnschwelle (Umsatz)
378.111 €

Die Gewinnschwelle ist der Umsatz, bei dem der Deckungsbeitrag genau alle Fixkosten trägt — gerechnet mit der heutigen Mischung der Geschäftsfelder.

Rechenweg, mehrstufig
in €ElektroinstallationPhotovoltaikWartung und ServiceGesamt
Umsatz210.000140.00060.000410.000
− variable Kosten118.00098.00014.000230.000
= DB I92.00042.00046.000180.000
DB-I-Quote43,8 %30,0 %76,7 %43,9 %
− Fixkosten des Feldes52.00024.00049.000125.000
= DB II40.00018.000−3.00055.000
− Fixkosten Unternehmen41.000
= Betriebsergebnis14.000

DB I und DB II je Geschäftsfeld

Wartung und Service: DB II -3.000 €. Dieses Feld trägt seine eigenen Fixkosten nicht vollständig. Einstufig gerechnet fällt das nicht auf — dort zählt nur die Summe.

Die Formel, Stufe für Stufe

DB I = Umsatz − variable Kosten
Was jeder Auftrag nach Material, Wareneinsatz, Fremdleistung, Provision und Fracht übrig lässt. Die Deckungsbeitragsquote ist DB I geteilt durch den Umsatz.
DB II = DB I − Fixkosten des Geschäftsfelds
Abgezogen wird nur, was ohne dieses Feld wegfiele: die fest zugeordneten Mitarbeitenden, die Fahrzeuge des Teams, Spezialwerkzeug, eine eigene Lagerfläche.
Betriebsergebnis = Summe DB II − Fixkosten des Unternehmens
Geschäftsführung, Buchhaltung, Miete der Zentrale: ein Block, einmal abgezogen, ohne Schlüssel.
Gewinnschwelle = Fixkosten gesamt ÷ Deckungsbeitragsquote
Der Umsatz, ab dem der Deckungsbeitrag alle Fixkosten trägt — bei gleichbleibender Mischung der Geschäftsfelder.

Was die einstufige Rechnung verdeckt

Im Beispiel hat Wartung und Service die höchste Deckungsbeitragsquote der drei Felder: 76,7 % gegen 43,8 % in der Installation und 30,0 % in der Photovoltaik. Wer nur auf DB I schaut, baut den Service aus. Nach den Fixkosten des Feldes — fest eingeplante Servicetechniker, Bereitschaft, Fahrzeuge — steht dort ein DB II von −3.000 €. Das Feld trägt seine eigene Struktur nicht. Einstufig gerechnet ist davon nichts zu sehen: Das Unternehmen verdient 14.000 €, und die Summe sieht gesund aus.

Daraus folgt nicht „Service schließen“. Daraus folgt die Frage, ob die Auslastung der Techniker oder der Preis der Wartungsverträge das Problem ist. Genau für diese Frage ist die mehrstufige Rechnung da — Schema und ein Beispiel mit fünf Geschäftsfeldern stehen im Artikel zur mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung.

Variabel oder fix — die Zuordnung aus der BWA

Die Standard-BWA ordnet nach Kostenarten, nicht nach variabel und fix. Die Zuordnung treffen Sie einmal und behalten sie bei:

  • Variabel: Material- und Wareneinsatz, bezogene Leistungen und Fremdleistungen, Provisionen, Ausgangsfracht, Verpackung.
  • Fix, einem Feld zugeordnet: Personal mit fester Zuordnung, Fahrzeuge eines Teams, Leasing für Maschinen eines Bereichs, Werbung für genau ein Angebot.
  • Fix, Unternehmen: Geschäftsführung, Verwaltung, Raumkosten der Zentrale, Versicherungen, Beratung, IT.
  • Grenzfall Personal: Fest angestellte Monteure sind fix, auch wenn ihre Stunden auf Aufträge geschrieben werden. Variabel sind Leiharbeit und Akkord.

Mehr zum Begriff im Glossar: Deckungsbeitrag und Rohertrag.

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Jeden Monat aus der BWA, ohne Tabelle

Yupana liest Ihre BWA oder Summen- und Saldenliste, ordnet die Erlös- und Einkaufskonten Ihren Geschäftsfeldern zu und rechnet den Deckungsbeitrag je Feld jeden Monat neu. Kosten, die keinem Feld gehören, stehen als eigener Block daneben.

Häufige Fragen

Wie berechne ich den Deckungsbeitrag?

Umsatz minus variable Kosten. Variable Kosten sind die, die mit jedem zusätzlichen Auftrag mitwachsen: Material, Wareneinsatz, Fremdleistungen, Provisionen, Fracht. Was übrig bleibt, trägt die Fixkosten; erst danach entsteht Gewinn.

Was ist der Unterschied zwischen DB I und DB II?

DB I ist der Deckungsbeitrag nach den variablen Kosten. DB II zieht zusätzlich die Fixkosten ab, die eindeutig zu einem Geschäftsfeld gehören — etwa fest zugeordnete Mitarbeitende, Fahrzeuge oder Spezialwerkzeug. Der DB II zeigt, ob ein Feld seine eigenen Strukturen trägt.

Wie berechne ich die Gewinnschwelle mit dem Deckungsbeitrag?

Fixkosten geteilt durch die Deckungsbeitragsquote. Liegt die Quote bei 40 % und die Fixkosten bei 160.000 € im Monat, braucht es 400.000 € Umsatz, damit kein Verlust entsteht — solange die Mischung der Aufträge gleich bleibt.

Sollte ich die Gemeinkosten auf die Geschäftsfelder umlegen?

Für die Steuerung meist nicht. Ein Umlageschlüssel verteilt Kosten, die kein Feld beeinflussen kann, und lässt ein Feld schlechter aussehen, als es ist. Die mehrstufige Rechnung zieht diesen Block deshalb einmal vom Ganzen ab und lässt jeden DB II unverfälscht.