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Marge berechnen — und was ein Preis aushält.
Aufschlag und Marge ineinander umrechnen, den Stundensatz aus Kosten und Auslastung bestimmen und vor einer Preiserhöhung sehen, wie viel Menge sie kosten darf. Drei Rechenwege, jeder mit Ergebnis und Erklärung.
Tragen Sie den Einkaufspreis ein und dazu einen der drei anderen Werte. Die beiden übrigen rechnet der Rechner aus. Alle Preise netto.
Eingetragen ist ein Beispiel: ein Artikel, eingekauft für 64 € und verkauft für 89 €. Das Feld, das Sie zuletzt geändert haben, ist markiert; die anderen folgen ihm. Alles wird im Browser gerechnet.
Marge (Handelsspanne)
28,1 %
- Aufschlag auf den Einkauf
- 39,1 %
- Rohgewinn je Stück
- 25,00 €
- Verkaufspreis netto
- 89,00 €
- Verkaufspreis brutto (19 % USt.)
- 105,91 €
Aufschlag und Marge teilen denselben Rohgewinn durch verschiedene Grundwerte: der Aufschlag durch den Einkaufspreis, die Marge durch den Verkaufspreis. Solange ein Gewinn bleibt, ist der Aufschlag deshalb die größere Zahl.
Die Formeln
- Marge = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Verkaufspreis
- Der Anteil am Verkaufspreis, der nach dem Wareneinsatz bleibt. Im Handel heißt sie Handelsspanne; im Beispiel 25 € von 89 € = 28,1 %.
- Aufschlag = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Einkaufspreis
- Derselbe Rohgewinn, bezogen auf den Einkauf: 25 € auf 64 € = 39,1 %. Wer mit Aufschlag kalkuliert und in Marge berichtet, muss umrechnen — die Tabelle rechts zeigt die üblichen Werte.
- Stundensatz = Jahreskosten ÷ verrechnete Stunden × (1 + Gewinnzuschlag)
- Verrechnete Stunden sind Köpfe × bezahlte Stunden × Auslastung. Im Beispiel: 4 × 1.720 × 75 % = 5.160 Stunden für 372.000 € Kosten.
- Erlaubter Mengenverlust = Preiserhöhung ÷ (Deckungsbeitragsquote + Preiserhöhung)
- Bis zu diesem Verlust bleibt der Deckungsbeitrag gleich. Für eine Senkung gilt umgekehrt: nötiges Mengenplus = Senkung ÷ (Deckungsbeitragsquote − Senkung).
Die Auslastung macht den Stundensatz
Im Beispiel kostet eine verrechnete Stunde 72,09 €, solange die Monteure drei von vier bezahlten Stunden beim Kunden sind. Fällt die Auslastung auf 60 %, steigt der nötige Stundensatz von 79,30 € auf 99,13 € — bei denselben Kosten. Steigt sie auf 90 %, genügen 66,09 €. Fahrzeiten, Angebotserstellung, Lager und Nacharbeit sind bezahlt, aber selten berechnet; sie gehören deshalb in die Auslastung, nicht in den Stundensatz. Die Tabelle im Rechenweg Stundensatz zeigt die ganze Reihe für Ihre Zahlen.
Preiserhöhung: kleiner als befürchtet
Bei 40 % Deckungsbeitragsquote bringt eine Erhöhung um 5 % je Stück 5 Cent mehr Deckungsbeitrag auf jeden alten Euro Preis — aus 40 Cent werden 45. Damit dürfen 11,1 % der Menge wegfallen, bevor der Deckungsbeitrag sinkt. Erwarten Sie 8 % weniger Menge, sinkt der Umsatz um 3,4 %, der Deckungsbeitrag aber steigt um 3,5 %. Umgekehrt braucht eine Senkung um 5 % bei derselben Quote 14,3 % mehr Menge, nur um gleichzuziehen.
Die Deckungsbeitragsquote ist dabei die eine Zahl, auf die es ankommt. Für Handelsware ist sie die Marge aus dem ersten Rechenweg; mit Personal und Fremdleistung rechnet sie der Deckungsbeitrag-Rechner je Geschäftsfeld aus.
Mehr zu den Begriffen im Glossar: Rohertrag, Deckungsbeitrag und Personalkostenquote. Die Umsatzsteuer von 19 % im ersten Rechenweg ist der Regelsatz nach § 12 Abs. 1 UStG.
| Aufschlag | Marge |
|---|---|
| 10 % | 9,1 % |
| 20 % | 16,7 % |
| 25 % | 20 % |
| 33,3 % | 25 % |
| 50 % | 33,3 % |
| 66,7 % | 40 % |
| 100 % | 50 % |
| 150 % | 60 % |
| 200 % | 66,7 % |
Marge = Aufschlag ÷ (1 + Aufschlag). Rückwärts: Aufschlag = Marge ÷ (1 − Marge).
Der Preis-Rechner mit Ihren eigenen Zahlen
Yupana liest Ihre BWA jeden Monat und zeigt, was eine Kundenstunde einbringt und was sie an Personal kostet — über die Zeit, damit eine Schere zwischen beiden früh sichtbar wird. Der Preis-Rechner darin rechnet eine Erhöhung mit Ihren Kunden durch, auch wenn einige abspringen.
So arbeitet der Preis-RechnerHäufige Fragen
Wie berechne ich die Marge?
Verkaufspreis minus Einkaufspreis ergibt den Rohgewinn. Geteilt durch den Verkaufspreis ist das die Marge. Ein Artikel, eingekauft für 64 € und verkauft für 89 €, bringt 25 € Rohgewinn und damit 28,1 % Marge. Gerechnet wird mit Nettopreisen.
Was ist der Unterschied zwischen Aufschlag und Marge?
Beide teilen denselben Rohgewinn, aber durch verschiedene Grundwerte. Der Aufschlag bezieht sich auf den Einkaufspreis, die Marge auf den Verkaufspreis. Im Beispiel sind 25 € Rohgewinn 39,1 % Aufschlag auf 64 €, aber 28,1 % Marge von 89 €. Ein Aufschlag von 100 % ergibt eine Marge von 50 %.
Ist Handelsspanne dasselbe wie Marge?
Ja. Handelsspanne ist der im Handel übliche Name für die Marge: (Verkaufspreis − Einstandspreis) ÷ Verkaufspreis. Der Einstandspreis ist der Einkaufspreis einschließlich Bezugskosten wie Fracht, abzüglich Rabatt und Skonto.
Wie berechne ich meinen Stundensatz als Betrieb?
Alle Kosten eines Jahres, geteilt durch die Stunden, die Sie tatsächlich berechnen, plus Gewinnzuschlag. Ein Betrieb mit vier Monteuren, 372.000 € Kosten und 75 % Auslastung berechnet 5.160 Stunden im Jahr: 72,09 € Selbstkosten je Stunde, mit 10 % Gewinnzuschlag 79,30 €.
Wie viel Menge darf ich nach einer Preiserhöhung verlieren?
Preiserhöhung geteilt durch (Deckungsbeitragsquote + Preiserhöhung). Bei 40 % Deckungsbeitragsquote und 5 % Erhöhung sind das 5 ÷ 45 = 11,1 %. Verlieren Sie weniger Menge, steigt der Deckungsbeitrag.