StarMoney Business ergänzen: vom Kontoexport zur Liquiditätsprognose
StarMoney Business bleibt für den Zahlungsverkehr. Mit CAMT-Export und monatlicher BWA wird daraus eine Liquiditätsprognose — in sechs Schritten mit Beispiel.
Inhalt in Kürze
- StarMoney Business bleibt das Werkzeug für Zahlungsverkehr und Kontoumsätze; die Suche nach einer Alternative betrifft meist eine andere Frage.
- Eine Liquiditätsprognose braucht zwei Quellen: den Bankbestand mit seinen Zahlungsströmen und die BWA mit Kosten, Umsatzsteuer und Lohn.
- Der CAMT.053-Export liefert die Bankseite strukturiert, mit Mandatsreferenz und Gläubiger-ID; CSV reicht für den Kontostand.
- Offene Posten verbinden beide Welten: Sie sagen, welche gebuchte Rechnung wann zur Zahlung wird.
- Sechs Schritte führen vom Export zur Prognose, und ein Rechenbeispiel zeigt, warum zwei Wochen Zahlungsverzug den Monat entscheiden.
Wer nach einer StarMoney-Business-Alternative sucht, ist mit dem Banking meist zufrieden. Die eigentliche Frage lautet: Wie viel Geld ist in sechs Wochen auf dem Konto, wenn Umsatzsteuer, Löhne und Lieferanten bezahlt sind?
Diese Frage beantwortet ein Banking-Programm nur zur Hälfte. Die andere Hälfte steht in der BWA, die Ihre Kanzlei jeden Monat liefert.
StarMoney Business bleibt das Werkzeug für Zahlungsverkehr und Kontoumsätze
StarMoney Business ist ein Banking-Programm für Firmenkunden: Es führt mehrere Konten zusammen, löst Überweisungen und Lastschriften aus und hält die Kontoumsätze lokal vor.
Der Hersteller nennt auf der Produktseite zu StarMoney Business Sammelüberweisungen, Basis-Lastschriften, einen DATEV-Export für die Kanzlei und den CSV-Export (Stand: Oktober 2026).
Im erweiterten Paket kommt laut derselben Seite eine Kontostand-Vorschau zur Unterstützung der Finanzplanung hinzu. Für den Zahlungsverkehr gibt es damit wenig Anlass zum Wechsel.
Der Anlass für die Suche nach einer Alternative ist fast nie das Banking selbst. Es ist die Erwartung, dass das Programm auch erklärt, ob das Geld in den nächsten Wochen reicht.
Wer das Banking-Programm wechselt, um diese Frage zu lösen, hat danach ein neues Programm und dieselbe Frage. Welche Software-Arten welche Antwort liefern, ordnet der Vergleich von Banking-Software, ERP und Spezialwerkzeugen ein. Hier geht es um den konkreten Weg mit StarMoney.
Eine Liquiditätsprognose braucht Bankdaten und BWA zugleich
Eine Liquiditätsprognose ist der erwartete Kontostand je Woche oder Monat, gerechnet aus dem heutigen Bestand plus erwarteter Einzahlungen minus erwarteter Auszahlungen, jeweils zum Termin, an dem das Geld tatsächlich fließt.
Die Bank kennt den Bestand und die Zahlungen, die schon gelaufen sind oder als Dauerauftrag feststehen. Die Buchhaltung kennt, was entstanden, aber noch nicht bezahlt ist.
| Baustein | Quelle | Was er beiträgt |
|---|---|---|
| Ist-Bestand | StarMoney-Export (CAMT.053 oder CSV) | Startwert der Prognose, tagesgenau |
| Wiederkehrende Zahlungen | StarMoney-Export | Miete, Leasing, Darlehensraten, Versicherungen mit ihrem Rhythmus |
| Kosten- und Ertragsstruktur | BWA | Personal, Material, Raum und sonstige Kosten je Monat |
| Umsatzsteuer | BWA und Voranmeldung | Zahllast als eigene Zahlung am 10. des Folgemonats |
| Lohnsteuer und Sozialversicherung | BWA und Lohnabrechnung | Termine abweichend vom Nettolohn |
| Offene Posten | OPOS-Liste oder SuSa | Forderungen und Verbindlichkeiten mit Fälligkeit |
Fehlt die Bankseite, rechnet die Prognose mit einem Bestand, der Wochen alt ist. Fehlt die BWA-Seite, überrascht sie der Steuertermin.
Wie ein Liquiditätsplan grundsätzlich aufgebaut ist, erklärt die Anleitung zur Liquiditätsplanung. Dieser Artikel setzt bei der Frage an, woher die Zahlen kommen.
Der StarMoney-Export liefert Ist-Bestand und Zahlungsströme
CAMT.053 ist ein standardisiertes XML-Format für Kontoauszüge nach ISO 20022; es enthält neben Datum, Betrag und Verwendungszweck strukturierte SEPA-Felder wie Mandatsreferenz und Gläubiger-Identifikationsnummer. Die Spezifikationen veröffentlicht die Deutsche Kreditwirtschaft auf ebics.de.
Für die Prognose zählen zwei Dinge aus dem Export. Der Schlusssaldo des letzten Auszugs ist der Startwert. Die Buchungen der letzten Monate zeigen, welche Zahlungen regelmäßig wiederkehren.
Ein CSV-Export enthält Datum, Betrag und Verwendungszweck. Für den Kontostand und grobe Summen reicht das.
Für die wiederkehrenden Zahlungen reicht es oft nicht. Erst Mandatsreferenz und Gläubiger-Identifikationsnummer machen aus „irgendeiner Lastschrift“ eine bestimmte Lastschrift, die jeden Monat am selben Tag kommt.
Und MT940? Das ist der ältere SWIFT-Kontoauszug. Er ist ein Zeilenformat mit eng begrenzten Textfeldern; Mandatsreferenz und Gläubiger-ID stehen dort im Verwendungszweck und werden je nach Bank abgeschnitten.
Ein Blick in die Export-Einstellung lohnt deshalb auch dann, wenn längst ein automatischer Export läuft. Oft läuft er noch im alten Format, weil das über Jahre die einzige Wahl war.
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13-Wochen-Liquiditätsplan
Die Vorlage, die auch nach vier Wochen noch stimmt
Die BWA liefert Kostenstruktur, Umsatzsteuer und Lohn mit ihren Terminen
Die BWA zeigt Aufwand und Ertrag eines Monats; für die Liquiditätsprognose wird daraus eine Zahlungsreihe, indem jede Zeile den Termin bekommt, an dem sie das Konto trifft.
Drei Termine stehen im Gesetz und sind deshalb sicher planbar.
Die Umsatzsteuer-Vorauszahlung ist nach § 18 Abs. 1 UStG am 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums fällig. Mit Dauerfristverlängerung verschiebt sie sich nach § 46 UStDV um einen Monat.
Die Lohnsteuer ist nach § 41a Abs. 1 EStG spätestens am 10. Tag nach Ablauf des Anmeldungszeitraums abzuführen, bei monatlicher Anmeldung also im Folgemonat.
Die Sozialversicherungsbeiträge sind nach § 23 Abs. 1 SGB IV am drittletzten Bankarbeitstag des laufenden Monats fällig, also vor dem Nettolohn.
Die übrigen Kostenarten der BWA, etwa Raum, Fahrzeuge, Versicherungen, laufen überwiegend als Lastschrift oder Dauerauftrag. Hier treffen sich beide Quellen: Die BWA nennt die Höhe je Monat, der Kontoexport den Tag der Abbuchung.
Abschreibungen bleiben draußen. Sie sind Aufwand ohne Zahlung. Wie man Ergebnis und Zahlungsfluss sauber trennt, zeigt der Artikel Cashflow berechnen.
Wie die Zeilen der BWA zu lesen sind, erklärt die Seite BWA verstehen.
Offene Posten verbinden Buchhaltung und Bankkonto
Eine offene Forderung ist ein Bestand, kein Zahlungstermin; erst mit Fälligkeit und dem beobachteten Zahlungsverhalten des Kunden wird daraus eine planbare Einzahlung.
Die OPOS-Liste aus der Buchhaltung nennt jede unbezahlte Rechnung mit Datum und Zahlungsziel. Der Kontoexport zeigt, wann ein Kunde in der Vergangenheit tatsächlich bezahlt hat.
Beides zusammen ergibt die realistische Einzahlung: Ein Kunde mit 30 Tagen Ziel, der seit einem Jahr nach 44 Tagen zahlt, gehört in die Woche nach Tag 44. Das ist ein Rechenbeispiel, keine Branchenzahl.
Auf der Ausgabenseite gilt dasselbe für die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. Wer Skonto zieht, zahlt früher als das Zahlungsziel sagt.
Wie man die Liste liest, zeigt OPOS-Liste verstehen. Wie Eingänge den richtigen Rechnungen zugeordnet werden, steht unter Zahlungseingänge zuordnen.
In sechs Schritten vom StarMoney-Export zur Liquiditätsprognose
Der Weg vom Kontoexport zur Liquiditätsprognose besteht aus sechs Schritten, von denen nur der erste Einrichtung kostet und die übrigen zur Monatsroutine werden.
- Export einrichten: In StarMoney einen automatischen Export im Format CAMT.053 mit UTF-8 in einen lokalen Ordner anlegen, täglich oder wöchentlich.
- Startwert festlegen: Schlusssaldo aller Geschäftskonten aus dem letzten Auszug, ohne Kontokorrentlinie.
- Feste Zahlungen übernehmen: Miete, Leasing, Darlehensraten und Versicherungen aus den Kontoumsätzen der letzten drei Monate, mit Tag und Betrag.
- BWA-Kosten in Zahlungen übersetzen: Personal aufteilen in Nettolohn, Sozialversicherung und Lohnsteuer, jeweils zum gesetzlichen Termin; Abschreibungen weglassen.
- Umsatzsteuer und offene Posten einsetzen: Zahllast am 10. des Folgemonats, Forderungen und Verbindlichkeiten zum beobachteten Zahltag.
- Wöchentlich abgleichen: erwartete gegen tatsächliche Zahlungen aus dem neuen Export, Abweichungen begründen, die Prognose um eine Woche weiterschieben.
Schritt sechs entscheidet über den Wert. Eine Prognose, die nie gegen das Konto geprüft wird, wird mit jeder Woche schöner und falscher.
Wer mit einer Tabelle beginnen will, findet den Aufbau im Liquiditätsplan als Excel-Vorlage.
Beispielrechnung: Nordlicht Elektrotechnik plant den November
Ein Rechenbeispiel mit fiktiven Zahlen: Die Nordlicht Elektrotechnik GmbH, ein angenommener Installationsbetrieb, rechnet am 1. November aus StarMoney-Export, BWA und OPOS-Liste den Kontostand zum Monatsende.
Der Schlusssaldo laut CAMT-Export liegt bei 182.400 €. Die BWA zeigt Personalkosten von 118.000 € im Monat; die Kanzlei nennt die Aufteilung aus der Lohnabrechnung.
| Position (Beispiel) | Termin | Betrag |
|---|---|---|
| Bestand laut CAMT-Export | 1. November | 182.400 € |
| Umsatzsteuer-Zahllast Oktober | 10. November | −24.300 € |
| Lohnsteuer Oktober | 10. November | −16.000 € |
| Offene Forderungen laut OPOS, zum beobachteten Zahltag | laufend | +146.000 € |
| Lieferantenrechnungen laut OPOS | laufend | −71.000 € |
| Raum, Fahrzeuge, Versicherungen laut Kontoumsätzen | laufend | −21.500 € |
| Darlehensrate laut Kontoumsätzen | 15. November | −4.800 € |
| Sozialversicherungsbeiträge | 26. November | −38.000 € |
| Nettolöhne | 30. November | −64.000 € |
| Erwarteter Bestand zum Monatsende | 30. November | 88.800 € |
Gerechnet: 182.400 € plus 146.000 € minus 239.600 € Auszahlungen ergibt 88.800 €. Der drittletzte Bankarbeitstag im November 2026 ist der 26., weil der 30. ein Montag ist.
Das sieht entspannt aus. Jetzt die Probe: Die Hälfte der Forderungen, also 73.000 €, kommt zwei Wochen später, erst im Dezember.
Gerechnet: 88.800 € minus 73.000 € ergibt nur noch 15.800 € am Monatsende, und die Nettolöhne am 30. sind gerade noch gedeckt. Der Kontostand vom 1. November hätte davon nichts verraten.
Genau dafür braucht es beide Quellen: Ohne BWA fehlen Steuer und Lohntermine, ohne Kontoexport fehlen Startwert und das echte Zahlungsverhalten der Kunden.
Wir haben monatelang überlegt, StarMoney abzulösen. Am Ende blieb es — und der CAMT-Export in einen Ordner hat das eigentliche Problem in einer Viertelstunde gelöst.Jens Hagel, Mitgründer der frag.hugo Informationssicherheit GmbH
Der Export in StarMoney: zwei Stolperstellen kosten Zeit
Den CAMT-Export richten Sie in StarMoney Business über die automatisierten Vorgänge ein, nicht über den gewohnten Export-Dialog.
Die erste Stolperstelle: Wer im normalen Menü sucht, findet CSV und MT940, aber nicht das gewünschte Format. Der automatische Export hat einen eigenen Bereich.
Die zweite: Die Formatversionen unterscheiden sich im Detail. Sinnvoll ist camt.053.001.08 mit UTF-8, weil diese Fassung die SEPA-Strukturfelder vollständig trägt; die Varianten stehen in den Spezifikationen der Deutschen Kreditwirtschaft (Stand: August 2026).
Als Zielordner eignet sich ein lokaler Pfad, kein Netzlaufwerk, das beim Start noch nicht verbunden ist. Sonst schreibt der Export nach einem Neustart still nichts mehr, und es fällt erst Wochen später auf.
Rücklastschriften verfälschen die Prognose, wenn niemand sie zusammenführt
Eine SEPA-Lastschrift kann nach § 675x BGB innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen zurückgeholt werden; im Kontoauszug entstehen dann drei Buchungen, die zusammengehören.
Zuerst die Abbuchung, später die Gutschrift mit abweichendem Verwendungszweck, dazu meist eine Rücklastschriftgebühr. Der Gesetzestext steht bei Gesetze im Internet zu § 675x BGB.
Für die Prognose ist das mehr als Kosmetik. Eine zurückgegebene Kundenlastschrift ist eine erwartete Einzahlung, die nicht kommt, und sie muss neu eingeplant werden.
Im CAMT-Datensatz stehen Mandatsreferenz und Gläubiger-ID an jeder der drei Buchungen. Darüber lassen sie sich eindeutig demselben Vorgang zuordnen; in einer CSV-Zeile bleibt nur der Text.
Der exportierte Kontoauszug ist zugleich ein Beleg
Der elektronische Kontoauszug ist ein originär digitales Dokument und muss nach § 147 Abs. 2 AO während der Aufbewahrungsfrist maschinell auswertbar vorliegen.
Ihn auszudrucken und die Datei zu löschen, genügt deshalb nicht. Nach § 147 AO darf die Finanzbehörde sogar verlangen, dass die Daten maschinell auswertbar übergeben werden (Abs. 6).
Der Ordner, in den StarMoney schreibt, ist also ohnehin das geforderte Archiv. Er muss nur in die Datensicherung. Das ist der einzige Punkt der Einrichtung, für den ein kurzes Gespräch mit der Kanzlei lohnt.
Buchungsbelege sind nach § 147 Abs. 3 AO acht Jahre aufzubewahren, Bücher und Jahresabschlüsse zehn. Wie sich das mit Vertragslaufzeiten verzahnt, steht im Vertragsmanagement-Vergleich.
„Die Bank zeigt doch den Kontostand“
Der zweite Teil des Einwands lautet, man habe das Gefühl für den eigenen Betrieb. Für den nächsten Tag stimmt das. Für die Woche, in der Umsatzsteuer, Sozialversicherung und ein großer Lieferant zusammenfallen, ist eine Rechnung verlässlicher.
Welche Warnzeichen aus der BWA zusätzlich gehören, zeigt das Frühwarnsystem aus der BWA.
So rechnet Yupana aus Kontoauszug und BWA die Liquiditätsprognose
Yupana ist eine Software für den Mittelstand, die Kontobewegungen, Verträge, Software-Lizenzen und die BWA in einer Ansicht zusammenführt.
Der Import liest den Kontoauszug als CAMT.053, die BWA als PDF und die Summen- und Saldenliste aus DATEV, Lexware, Addison und weiteren Programmen. Welche Dateien passen, beschreibt die Anleitung BWA und SuSa hochladen.
In Yupana Controlling gehört die Liquiditätsprognose zum Kern. Sie rechnet jede Position des Plans in Zahlungen um, Monat für Monat und bis zu zehn Jahre weit, mit Kontokorrentlinie und Zinsen.
Die Umsatzsteuer geht zum Termin ab, auf Wunsch mit Dauerfristverlängerung oder vierteljährlich. Der Lohnsteueranteil einer Stelle verschiebt sich auf den 10. des Folgemonats. Wie gerechnet wird, steht in der Beschreibung der Liquiditätsprognose.
Drei Vorsichtsstufen legen fest, welcher Stand eines Monats zählt. In der vorsichtigsten geht alles Geld hinaus, bevor etwas hereinkommt — genau der Fall aus dem Nordlicht-Beispiel.
Den Überblick über Planung und Prognose gibt die Seite Liquiditätsprognose im Plan; das Thema als Ganzes ordnet die Liquiditätsplanung ein.
StarMoney bleibt dabei, was es ist: das Programm, über das Ihre Zahlungen laufen.
Wann ein Wechsel des Banking-Programms doch sinnvoll ist
Ein Wechsel von StarMoney Business lohnt sich aus Gründen des Zahlungsverkehrs, nicht aus Gründen der Planung.
Wer mehrere Standorte mit gemeinsamem Zugriff braucht, stößt bei lokal installierter Software an Grenzen. Wer Zahlungsfreigaben mit mehreren Berechtigten benötigt, ebenfalls.
Und wer mit Banken arbeitet, die einen Zugangsweg abkündigen, hat die Entscheidung nicht selbst in der Hand. In allen anderen Fällen löst das Banking-Programm das Banking, und die Prognose entsteht eine Ebene darüber.
Was die Prognose leistet und wo ihre Grenze liegt
Eine Liquiditätsprognose ist so gut wie ihre jüngste Zahl: Der Kontoexport ist tagesaktuell, die BWA meist einige Wochen alt.
Sie rechnet mit Annahmen. Zahlungsverhalten, Umsatzentwicklung und Lieferantentermine sind Erwartungen. Deshalb gehört neben jede Vorschau der Abgleich mit dem tatsächlichen Kontostand: Jede Woche, in der Ist und Erwartung auseinanderlaufen, schärft die Annahmen für die nächste.
Die Buchhaltung bleibt bei der Kanzlei. Sie bucht weiter und liefert die BWA; die Prognose liest, was dort entsteht.
Gezahlt wird weiter über StarMoney. Überweisungen und Lastschriften bleiben im Banking-Programm. Die Prognose zeigt, wann es eng wird; die Entscheidung treffen Sie.
Wer den Cashflow eines Monats schnell überschlagen will, nutzt den Cashflow-Rechner.
StarMoney Business zeigt, was auf dem Konto passiert ist. Die BWA zeigt, was noch kommt. Erst zusammen, mit Umsatzsteuer, Lohn und offenen Posten zu ihrem echten Termin, wird daraus eine Liquiditätsprognose — ohne das Banking-Programm zu wechseln.
Wann welche Zahlung Ihr Konto trifft, zeigt der 13-Wochen-Liquiditätsplan als Vorlage in Excel und PDF.
Für die Fristen der laufenden Verträge, die als Lastschrift im Export stehen, hilft Kündigungsfristen verwalten.
Laden Sie Ihre letzte BWA hoch und sehen Sie in Sekunden, wo Ihre Kosten und Quoten stehen — direkt im Browser, die Datei bleibt bei Ihnen.
BWA analysieren- StarMoney Business — Funktionsübersicht des Herstellers (geprüft am 11.10.2026)
- EBICS — Datenformate
- § 18 UStG — Umsatzsteuer-Voranmeldung und Vorauszahlung
- § 46 UStDV — Dauerfristverlängerung
- § 41a EStG — Anmeldung und Abführung der Lohnsteuer
- § 23 SGB IV — Fälligkeit der Beiträge
- § 675x BGB — Erstattung einer SEPA-Lastschrift binnen acht Wochen
- § 147 AO — Aufbewahrungsfristen, maschinelle Auswertbarkeit, Datenzugriff
Häufige Fragen
- Gibt es eine Alternative zu StarMoney Business?
- Für den Zahlungsverkehr gibt es mehrere ausgereifte Multibanking-Programme mit vergleichbarem Umfang. Ein Wechsel lohnt sich, wenn konkrete Punkte im Banking stören, etwa Mehrplatzbetrieb, Freigaben mit mehreren Berechtigten oder die Bedienung. Geht es dagegen um die Frage, wie viel Geld in acht Wochen auf dem Konto liegt, ist die bessere Alternative eine Ergänzung: StarMoney bleibt für Überweisungen und Kontoumsätze, der Export fließt zusammen mit der BWA in eine Liquiditätsprognose.
- Kann StarMoney Business eine Liquiditätsprognose erstellen?
- StarMoney Business bietet laut Hersteller im erweiterten Paket eine Kontostand-Vorschau zur Unterstützung der Finanzplanung (Stand: Oktober 2026). Sie rechnet mit den Zahlungen, die das Programm kennt: Daueraufträge, terminierte Überweisungen, erfasste Buchungen. Umsatzsteuer-Zahllast, Lohnsteuer, Sozialversicherungsbeiträge und offene Kundenrechnungen stehen dagegen in der Buchhaltung. Eine vollständige Liquiditätsprognose verbindet deshalb beide Quellen: den Kontostand aus der Bank und die Ertrags- und Kostenstruktur aus der BWA.
- Welches Exportformat aus StarMoney eignet sich für die Liquiditätsplanung?
- CAMT.053 ist die erste Wahl. Das XML-Format nach ISO 20022 trägt neben Datum, Betrag und Verwendungszweck strukturierte SEPA-Felder wie Mandatsreferenz und Gläubiger-Identifikationsnummer. Daran lassen sich wiederkehrende Lastschriften sicher demselben Vertragspartner zuordnen, auch wenn der Text wechselt. Ein CSV-Export reicht für einen Kontostand und einfache Summen, verliert aber genau diese Felder. MT940 ist das ältere Zeilenformat und schneidet den Verwendungszweck je nach Bank ab.
- Was ist der Unterschied zwischen Liquiditätsprognose und Liquiditätsvorschau?
- Im Sprachgebrauch meinen beide dasselbe: den erwarteten Kontostand für die kommenden Wochen oder Monate. Wer unterscheidet, nennt die Vorschau meist die kurze Sicht aus bekannten Zahlungen, etwa die nächsten 13 Wochen aus Kontoumsätzen und offenen Posten. Die Prognose reicht weiter und rechnet zusätzlich mit geplanten Umsätzen und Kosten aus BWA und Plan. Für die Geschäftsführung zählt weniger der Name als die Frage, ob Umsatzsteuer, Lohn und Kundenzahlungen mit ihrem echten Termin enthalten sind.
- Warum reicht der Kontostand allein nicht für eine Cashflow-Prognose?
- Der Kontostand ist ein Stichtagswert. Er zeigt, was heute da ist, aber nicht, was am 10. des Folgemonats als Umsatzsteuer und Lohnsteuer abgeht oder wann die offenen Rechnungen bezahlt werden. Ein hoher Stand kurz vor dem Steuertermin fühlt sich gut an und ist teilweise schon verplant. Erst mit den Fälligkeiten aus Buchhaltung und offenen Posten wird aus dem Kontostand eine Cashflow-Prognose, die einen engen Monat rechtzeitig zeigt.
- Welche Daten aus der BWA braucht eine Liquiditätsprognose?
- Vier Dinge: die monatliche Kostenstruktur mit Personal, Material, Raum und sonstigen Kosten, die Umsatzentwicklung als Grundlage für künftige Einzahlungen, die Umsatzsteuer als eigene Zahlung zum Termin und die Lohnsteuer im Folgemonat. Die Summen- und Saldenliste ergänzt Bankbestand, Forderungen und Verbindlichkeiten zum Monatsende. Abschreibungen bleiben draußen, weil sie Aufwand ohne Zahlung sind. Wer das sauber trennt, rechnet mit Zahlungen statt mit Aufwand.
- Wie oft sollte man die Liquiditätsprognose aktualisieren?
- Die Bankseite wöchentlich, die BWA-Seite monatlich. Der CAMT-Export aus StarMoney läuft täglich oder wöchentlich automatisch und hält den Ist-Bestand frisch. Sobald die Kanzlei die BWA des Vormonats liefert, werden Kostenstruktur, Umsatzsteuer und Lohn nachgezogen. Dazwischen lohnt ein kurzer Abgleich: Welche erwartete Zahlung ist eingegangen, welche nicht? Eine Prognose, die nur am Monatsanfang angefasst wird, ist zur Monatsmitte schon zwei Wochen alt.

